Equity Daily

Aktienmärkte: Risikoaversion nimmt zu / Tokio mit deutlichem Kursplus

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die Euro-Schuldenkrise ist noch nicht beendet, und dies kam den Marktteilnehmern schlagartig ins Bewusstsein zurück, nachdem der Abschluss von Hilfen für Zypern zu scheitern droht. So stieg die Risikoaversion in der Eurozone kräftig an und bescherte nicht nur dem Euro erhebliche Kursverlusten sondern auch den Aktienmärkten und Anleihen der Peripheriestaaten. Sichere Häfen dagegen waren gesucht. Auch wenn das zypriotische Parlament der umstrittenen Beteiligung der Bankkunden am Rettungspaket zustimmt, bleibt eine gewisse Verunsicherung bestehen. Auch ein nachhaltiger Vertrauensverlust in den Euro und die Einlagensicherheit der Eurozone ist letztlich nicht auszuschließen. Datenseitig werden sich die Marktteilnehmer zunächst den italienischen Produktionszahlen widmen. Insbesondere vor dem Hintergrund der neu aufgekommen Verunsicherung wäre ein robustes Konjunktursignal in der Peripherie wünschenswert. Aller Voraussicht nach wird es dies aber nicht geben. In Deutschland richtet sich die Aufmerksamkeit auf die ZEW-Umfrage. Dabei steht der Saldo der Konjunkturerwartungen im Mittelpunkt des Interesses. Die Indikationen sind leicht negativ. Die inzwischen fast auf das Vormonatsniveau gestiegene Konsensschätzung halten wir daher für zu optimistisch. Bezüglich der Lageeinschätzung könnte es auch beim ZEW-Saldo eine positive Entwicklung geben. Robust werden in den USA die neuen Zahlen des Bausektors erwartet.

Aktienmärkte: Der Dax rutschte zu Wochenbeginn im frühen Geschäft recht deutlich ab um sich im weiteren Verlauf wieder zu erholen. Auslöser dafür waren Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Zypernhilfen und insbesondere hinsichtlich der geplanten Zwangsabgabe auf Spareinlagen. Eine solche Maßnahme galt bisher als undenkbar. Vor allem auch deshalb, weil Spareinlagen bis 100.000 Euro der Einlagensicherung unterlagen. Keine Überraschung ist, dass die Risikoaversion, gemessen am V-Dax gestern deutlich von 13,93 auf 15,32 angesprungen ist. Zu den nachgebenden Aktienkursnotierungen passt auch die Tatsache, dass die Aktienverkäufe von „Insidern“ (Management etc.) im Verhältnis zu den Käufen deutlich zugenommen haben. Auf Basis der Top 5-Käufe und Verkäufe ist festzustellen, dass Aktien mit einem Volumen von rund 640.000 Euro gekauft und auf der anderen Seite aber mit einem Volumen von 11,7 Mio. Euro verkauft wurden. Interessant ist, dass die Topverkäufe bei Adidas und Qiagen vollzogen wurden. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag deuten auf eine leichtere Eröffnung hin. Einmal mehr wird das Thema Zypern wieder im Fokus stehen. Bereits gestern haben die massiven Proteste der Bevölkerung gegen die geplante Abgabe zur Staatsrettung, zu einem Umdenken geführt. So sollen Kleinsparer wohl doch von der Zwangsabgabe (diese wurde auch als „unglaublich gefährlicher Präzedenzfall“ beschrieben) befreit werden. Auch die Euro-Finanzminister signalisierten, dass sie zu einem Kompromiss bereit sein würden. Heute soll nun das Parlament in Zypern über das Rettungspaket der Eurozone abstimmen. Neben Zypern wird auch die Veröffentlichung des ZEW-Saldos die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Charttechnik: Trotz der großen Kursausschläge, hat sich per Saldo an der technischen Beurteilung des Dax nichts geändert. Weiter gilt es, die Support’s bei 7.871 und 7.823 Punkten im Auge zu behalten. Widerstände stellen die Marken von 8.017 und 8.049 Punkten dar.



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