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Zypern stimmt heute über Rettungspaket ab, geplante Zwangsabgabe soll modifiziert werden, Eurogruppe empfiehlt Zypern, Kleinsparer zu verschonen / Regierungssprecher Zyperns dämpft Hoffnungen auf erfolgreiche Abstimmung

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die Euro-Schuldenkrise ist noch nicht beendet, und dies kam den Marktteilnehmern schlagartig ins Bewusstsein zurück, nachdem der Abschluss von Hilfen für Zypern zu scheitern droht. So stieg die Risikoaversion in der Eurozone kräftig an und bescherte nicht nur dem Euro erhebliche Kursverlusten sondern auch den Aktienmärkten und Anleihen der Peripheriestaaten. Sichere Häfen dagegen waren gesucht. Auch wenn das zypriotische Parlament der umstrittenen Beteiligung von Bankkunden am Rettungspaket zustimmt, bleibt eine gewisse Verunsicherung bestehen. Auch ein nachhaltiger Vertrauensverlust in den Euro und die Einlagensicherheit der Eurozone ist letztlich nicht auszuschließen.

Datenseitig werden sich die Marktteilnehmer zunächst den italienischen Produktionszahlen widmen. Insbesondere vor dem Hintergrund der neu aufgekommenen Verunsicherung wäre ein robustes Konjunktursignal in der Peripherie wünschenswert. Aller Voraussicht nach wird es dies aber nicht geben. So liefern der Produktionstrendindikator wie auch der Industrieindikator von ISTAT negative Indikationen. Es handelt sich bei der Produktion um Januarwerte und die zuletzt wahrzunehmende Stimmungsverbesserung bezieht sich erst auf den Monat Februar. In Deutschland richtet sich die Aufmerksamkeit auf die ZEW-Umfrage. Dabei steht der Saldo der Konjunkturerwartungen im Mittelpunkt des Interesses. Die Indikationen vonseiten der sentix-Befragung sind leicht negativ. Die inzwischen fast auf das Vormonatsniveau gestiegene Konsensschätzung halten wir daher für zu optimistisch. Bezüglich der Lageeinschätzung haben sich die Teilnehmer an der sentix-Befragung für Deutschland jedoch wieder zuversichtlicher gezeigt. Insofern könnte es auch beim ZEW-Saldo der Lageeinschätzungen eine positive Entwicklung geben. Der Mittelwert der beiden ZEW-Salden sollte daher seitwärts tendieren und mithin ein stabiles Signal für den in dieser Woche ebenfalls anstehenden ifo-Geschäftsklimaindex aussenden. Robust werden in den USA die neuen Zahlen des Bausektors erwartet. Die Vorgaben sind per saldo freundlich und so sollte sich die trendmäßige Erholung des Sektors fortsetzen.

EUR-USD: Vom Tief bei 1,2882 konnte sich der Euro zwar wieder erholen, letztlich startete er aber geschwächt in die Woche. Im Chartbild zeigt sich, dass die 100-Tagelinie (1,3129) auf der Oberseite und die 200-Tagelinie auf der Unterseite (1,2873) wichtige Begrenzungen im aktuellen Range- Trading darstellen. Die Indikatorenlage hellt sich auf Tagesbasis auf, allerdings sind bestätigte Kaufsignale der Trendfolger noch nicht auszumachen. Insofern heißt es zunächst den nächsten Richtungsimpuls abzuwarten. Trading-Range: 1,2870 – 1,3020.



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