Basisrente 2015 – Dornröschen oder voller Dornen?
Die Basisrente – immerhin seit 10 Jahren am deutschen Markt – schläft tief und fest. Mit einem aktuellen Bestand von unter 2 Millionen Verträgen bleibt sie deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zum Vergleich, in der geförderten Altersvorsorge weisen die Riester-Rente (10,9 Millionen Verträge) und die bAV-Direktversicherung (7,4 Millionen Verträge) deutlich höhere Bestände auf.
Warum dieser Dornröschenschlaf?
Zugegeben – die Basisrente hatte einen schwierigen Start, entwickelte aber durch Nachbesserungen respektable Zuwächse. Das war 2007. Seitdem wächst der Bestand zwar weiter, allerdings im Jahr 2013 bereits im einstelligen Prozentbereich.
„Dabei hat die Basisrente riesiges Potential und das nicht nur bei Selbstständigen" so Frank Nobis, Geschäftsführer Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP). Auch Angestellte mit einem entsprechenden Einkommen oberhalb des Durchschnitts oder der Personenkreis ab 50 Jahren können profitieren: Selbstständige und Arbeitnehmer von der steuerlichen Absetzbarkeit in der Ansparphase und der zu erwartenden steuerlichen Minderbelastung in der Rentenphase – aufgrund der geringeren Einkünfte. Der Personenkreis ab 50 Jahren von der gegenwärtigen Übergangsregelung, die einen äußerst positiven Steuer-Zins-Effekt birgt. „Durch die Differenz zwischen Steuerentlastung des Beitrags und Rentenbesteuerung sind Nachsteuer-Renditen von über vier Prozent möglich" so Nobis weiter.
Es ist also ausreichend Absatzpotential vorhanden und trotzdem verkauft sich die Basisrente zunehmend schleppend. Hier sind v.a. auch die Versicherungsberater in der Pflicht, den Kunden über die lukrativen Gestaltungsmöglichkeiten in Kenntnis zu setzen und die Basisrente aus ihrem Dornröschenschlaf „wach zu küssen". „Die Basisrente ist im 11. Jahr ihrer Existenz endlich auf dem Sprung zu einer echten Alternative für die Vorsorge der Deutschen zu werden. Ab dem Jahr 2015 können 80% der Beiträge steuerlich abgesetzt werden und damit ist die Basisrente das einzige echte Steuersparmodell für Gutverdiener" so Nobis abschließend.
Im aktuellen Rating hat das IVFP wieder eine umfassende Analyse durchgeführt. Dabei wurde – wie bei der Analyse der privaten Rentenversicherungen 2015 – ein besonderes Augenmerk auf die Veränderungen durch das LVRG und die Niedrigzinsphase gelegt.
Die aktuelle Niedrigzinsphase erfordert mehr Beteiligung an den Aktienmärkten, sprich Index- oder Fondspolicen.
In der Niedrigzinsphase sind Index- und Fondspolicen immer mehr zu empfehlen. Um die Kostenbelastung, die nun auch durch den Effektivkostenausweis deutlich werden, bei den Fondspolicen zu reduzieren, sind ETFs eine Alternative zu konventionellen Fondsanlagen. Knapp 42% der Versicherer bieten diese kostenreduzierte Anlage in ihrem Produktportfolio an, über 90% davon ETFs mit einer Totalkostenquote unter 0,30% p.a. 19% der Versicherer stellen dem Verbraucher dabei mehr als vier unterschiedliche ETFs zur Verfügung. Zu den Spitzenreitern gehören hier u.a. die Alte Leipziger, Provinzial NW und Stuttgarter.
Wie wurden die neuen Informationspflichten umgesetzt?
Bei der Untersuchung der Darstellung der Effektivkosten bot sich die gute Gelegenheit die Informationspflichten genau zu betrachten. Es erfolgt bei 63% der klassischen Tarife und bei 65% der fondsgebundenen Tarife eine Preis-Leistungs-Darstellung gemäß der GDV Empfehlungen (R-2134-2014 und R-1505-2010). Die Versicherer sind hier also auf gutem Weg, die entsprechenden Vorgaben umzusetzen.
Welche Basisrenten sind top?
Untersucht wurden 119 Tarife von 55 Anbietern anhand von bis zu 79 Kriterien. Wie schon im vergangenen Jahr liegen auch 2015 wieder Alte Leipziger, Allianz, Europa, Bayern-Lebensversicherung, HDI und Stuttgarter ganz vorne.
Unter Ergebnisse des Basisrenten-Rating 2015 stehen die Ergebnisse online zur Verfügung.
Interessierte können sich außerdem anhand des Tariffinders zu Basisrenten unter http://einfach-mehr-vorsorge.de/tariffinder/basisrenten-tariffinder/basisrenten-vorsorge.html direkt die passenden Basisrenten-Produkte ermitteln – stets auf Basis aktueller Ratingergebnisse.
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