Webasto Gruppe weiter auf Erfolgskurs
– Fazit 2014: Acht Prozent Umsatz- und zehn Prozent Ergebniswachstum
– Ausblick 2015: Zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis
– Erfolgskriterien: Neue Technologien, globale Aufstellung und ein starker Heimatstandort
Der Automobilzulieferer Webasto setzte seinen Erfolgskurs auch im Geschäftsjahr 2014 fort: Der Umsatz konnte um acht Prozent auf 2,5 Mrd. Euro (2013*: 2,3 Mrd. Euro) gesteigert werden. Erwirtschaftet wurde der Umsatz in den drei Kerngeschäftsfeldern von Webasto, deren Gewichtung nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr ist: Sunroofs & Components (Schiebe- und Panoramadächer) trugen 68 Prozent zum Umsatz bei, Thermo & Comfort (Heiz- und Klimasysteme) 20 Prozent und Convertibles (Cabiodächer) 12 Prozent.
Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch im Ergebnis der Webasto Gruppe wider, das im abgelaufenen Geschäftsjahr 136 Mio. Euro (2013*: 124 Mio. Euro) betrug. Dies entspricht einem Plus von zehn Prozent sowie einer Umsatzrendite von 5,5 Prozent. "Das abgelaufene Geschäftsjahr war für Webasto zufriedenstellend", sagte Dr. Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender Webasto SE, im Rahmen des Jahrespressegesprächs in München. "Wir verzeichnen seit Jahren ein kontinuierliches Umsatzwachstum und sehen auch wieder erfreuliche Steigerungen beim Ebit. Getragen wird das Wachstum vor allem durch das zweistellige Wachstum in der Geschäftseinheit für Schiebe- und Panoramadächer."
Nach drei Jahren hat auch das Geschäft mit den Cabriodächern erstmals wieder angezogen. "Wir haben unser Ziel erreicht, auch mit kleineren Stückzahlen profitabel zu sein", kommentierte Engelmann weiter. Gestützt wird diese Entwicklung von einer Studie des britischen Marktforschungsunternehmens IHS, das bis 2020 weltweit eine 35-prozentige Steigerung des Produktionsvolumens bei Cabrios prognostiziert. Daher rechnet auch Webasto als Marktführer bis 2017 mit einem weiteren moderaten Umsatzanstieg im Cabrio-Geschäft.
Aufgrund des eingebrochenen Geschäfts in Russland erreichte der Thermobereich im abgelaufenen Geschäftsjahr nur das Vorjahresniveau.
Die Investitionsquote lag 2014 bei 5,1 Prozent und bewegt sich damit nach dem Ausnahmejahr 2013 mit 6,4 Prozent (147 Mio. Euro) wieder auf dem Niveau der vergangenen Jahre. 2013 wurden allein 45 Mio. Euro in den Ausbau des Kunststoff-Kompetenzzentrums Schierling investiert. 2014 investierte Webasto insgesamt 125 Mio. Euro – vor allem in technische Anlagen für neue Projekte. Auf nahezu konstantem Niveau lagen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit 187 Mio. Euro gegenüber 189 Mio. Euro in 2013.
Weiter gestiegen ist 2014 die Mitarbeiterzahl der Webasto Gruppe. Per Ende Dezember arbeiteten fast 10.400 Menschen beim Marktführer für Dach- und Heizungssysteme. Damit ist die Webasto Familie weltweit um fast 600 Kolleginnen und Kollegen im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Die Neueinstellungen erfolgten vor allem in Europa und in China, wo im vergangenen Jahr zwei neue Standorte in Wuhan und Shenyang eröffnet wurden.
Die gute Geschäftsentwicklung hat sich auch im ersten Quartal 2015 fortgesetzt. Der Umsatz lag um 22 Prozent über dem des ersten Quartals 2014. Die Ebitrendite lag im gleichen Zeitraum bei 5,3 Prozent. Für das Gesamtjahr 2015 sieht Engelmann noch deutliches Potenzial nach oben: "Ich gehe von einem zweistelligen Umsatz- und Ergebniswachstum im Laufe des Jahres aus. Wir profitieren davon, dass wir in den letzten Jahren unsere Prozesse konsequent optimiert haben." Der Auftragsbestand der Webasto Gruppe beträgt aktuell 9,8 Mrd. Euro und liegt damit noch einmal um 1 Mrd. Euro über dem Stand im Vorjahr.
Erfolgskurs mit neuen Technologien
In der größten Geschäftseinheit, derjenigen für Schiebe- und Panoramadächer, gewinnen leichte Dächer aus innovativen Werkstoffen weiter an Bedeutung. So steigt beispielsweise auch die Nachfrage nach der dünnen und damit leichteren Webasto Sicherheitsverglasung ProTec. Ein weiteres technisches Highlight ist das erste Polycarbonatdach mit integrierter IR-Absorption, wodurch spürbar das Aufheizen des Innenraums reduziert wird. Das Dach kommt aktuell in der dritten Generation des smart fortwo zum Einsatz. Für das jüngste Mitglied in der Webasto Leichbau-Materialfamilie "Paper Honey Comb" (PHC) ist inzwischen eine neue Produktionslinie im Kunststoff-Kompetenzzentrum in Schierling angelaufen, auf der die Dachelemente für den Jeep Renegade produziert werden. "Gerade im Dachbereich profitieren wir von unseren technologischen Neu- und Weiterentwicklungen, weil wir sie auch erfolgreich auf dem Markt platzieren", sagte Dr. Engelmann. Grundsätzlich ist der Trend zu immer größeren Dachöffnungen ungebrochen. Die ganze Vielfalt der von Webasto angebotenen Technologien für die verschiedensten Dachvarianten findet sich im Multi Optional Roof Konzept wieder. Auch hier werden inzwischen die ersten Varianten in Serienfahrzeugen verbaut.
Wachstumspotential im Thermobereich bietet der Hochvoltheizer für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, der in diesem Jahr erstmals in Serie geht: in Fahrzeugen bei Volvo (XC90) und Chrysler (Town & Country). Weitere Impulse setzen die Transportkühl-Lösungen für leichte Nutzfahrzeuge, für die Webasto maßgeschneiderte Lösungen entwickelt hat.
Globale Präsenz mit klarem Bekenntnis zum Heimatstandort
Durch sein weltweites Entwicklungs- und Produktionsnetzwerk ist Webasto immer nah am Kunden. Eine Schlüsselstellung nimmt weiterhin China als größter Wachstumsmarkt ein. Darüber hinaus stärkt Webasto mit dem Ausbau seines Werks im rumänischen Arad seinen Footprint in Osteuropa. Der seit 2008 bestehende Standort wird aktuell zum größten Werk für Dachsysteme in Europa mit fast 1.000 Mitarbeitern ausgebaut.
Investitionen nimmt Webasto auch am Standort Deutschland vor, der sich kontinuierlich weiter als Kompetenz-Zentrum für die Webasto Welt etabliert. "Deutschland ist unser weltweiter Taktgeber in der Entwicklung, bei der Sicherstellung der globalen Qualitätsstandards sowie für die Produktion anspruchsvoller Premium Dächer", führte Dr. Engelmann die Bedeutung des Standorts aus. Dieses Bekenntnis unterstreicht auch der Ausbau der Unternehmenszentrale in Stockdorf/München. "Wir bauen an unserem Stammsitz in den nächsten Jahren das modernste Entwicklungszentrum für Schiebe- und Panoramadächer", erläuterte Dr. Engelmann. "Damit schreiben wir den Ausbau von Entwicklungsstandorten in Deutschland fort, den wir schon in Hengersberg für Cabriodächer und in Gilching für Thermosysteme begonnen haben. Es ist uns wichtig, auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber mit spannenden Aufgaben und vielen Entwicklungsmöglichkeiten in einer attraktiven Region zu sein."
*Neue Konsolidierungsvorschrift gemäß IFRS 11
Nach Änderung des IFRS 11 (International Financial Reporting Standards), werden ab 2014 nicht beherrschte 50:50 Joint Ventures (JV) – also Gemeinschaftsunternehmen, bei denen Webasto keine industrielle Führung hat – nicht mehr zu 50 Prozent in den Konzernabschluss einbezogen. Damit wurde das JV Webasto Donghee (Korea) erstmals nach der Equity-Methode konsolidiert. Daraus ergaben sich Veränderungen beim Umsatz, der Bilanzsumme, der Eigenkapitalquote und der Anzahl der Mitarbeiter. Die Geschäftszahlen für 2013 werden zur besseren Vergleichbarkeit ebenfalls gem. Änderung des IFRS 11 ausgewiesen.
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