Ex-Bundesfinanzminister Waigel gegen Doppelbödigkeit in der Politik
Exklusiv im Interview mit der Versicherungswirtschaft
Der frühere Bundesminister, Dr. Theo Waigel, hat im Hinblick auf die Wiedererlangung finanzpolitischer Stabilität mehr Mut, Nachhaltigkeit und Konsequenz der Politik gefordert. „Nur mit mehr Nachhaltigkeit ist die Tragfähigkeit der Finanz- und sozialen Sicherungssysteme zu erreichen“, sagte Waigel im Interview mit dem Business- und Branchenmagazin Versicherungswirtschaft. Es stünden Richtungsentscheidungen an, bei denen „man nicht nur in Wahlperioden denken“ könne.
In diesem Zusammenhang kritisierte der frühere Bundesfinanzminister die Umfrage von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hinsichtlich der Leistungspraxis der privaten Versicherer als „doppelbödig“. Man könne nicht einerseits die private Altersvorsorge propagieren und gleichzeitig „Vorbehalte gegen eine ganze Branche streuen“, die sich gerade in der Finanzkrise als stabilisierend erwiesen habe. Waigel, der über vier Jahre Compliance-Beauftragter des US-Finanzministeriums für den Siemens-Konzern war, sieht in der Wirtschaft Impulse für eine Rückbesinnung auf Werte, die auf die Politik überspringen könnten. Man müsse in Zeiten wie diesen zu seinen Einsichten und Überzeugungen stehen, forderte Waigel, „selbst unter dem Risiko, nicht wieder gewählt zu werden.“ Es sei besser, „in Ehren zu gehen, als in Unehren zu bleiben“.
Die Versicherungswirtschaft Insurance Business Report mit dem Waigel-Interview erscheint am 15. April 2013. Das vollständige Interview finden Sie kostenfrei zum Download auf vvw.de
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