FX Daily

Bank von Japan weitet QE-Maßnahmen aus. Monatliche Anleihekäufe von rund 60 Mrd. Euro beschlossen / Inflationsziel von 2,0 % soll 2015 erreicht werden.  EUR-JPY springt über Marke von 121,00, USD-JPY auf Werte oberhalb von 94,0

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die Sorgen in der Eurozone haben zuletzt zugenommen. Zum einen zeigte das Rettungsdrama in Zypern, dass die Schuldenkrise noch nicht vorüber ist, zum anderen herrscht in Italien weiterhin politischer Stillstand und zudem haben die Industrie-PMIs klar enttäuscht. Dass sich mit den Serviceindizes an dieser Gesamtsituation etwas ändert, ist nicht zu erwarten. Die Vorabschätzungen für Deutschland, Frankreich und die Eurozone zeigten bereits Rückgänge und so wäre es schon eine handfeste Überraschung, wenn gerade in Spanien und Italien die Werte im März gestiegen wären. Vor dem Hintergrund der erhöhten Risiken dürfte das Ergebnis der EZB-Ratssitzung mit Spannung erwartet werden. Beim letzten Treffen der Notenbanker sahen wir keine Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Zinssenkung. Es muss aber konstatiert werden, dass sich das Umfeld seitdem – wie oben beschrieben – eingetrübt hat und inflationsseitig kein Hindernis für eine mögliche Zinssenkung besteht. Allerdings fehlt unseres Erachtens eine verbale Vorbereitung und so dürfte das Zinsniveau zunächst unverändert gelassen werden, während die Pressekonferenz Mario Draghis mit einer besonderen Aufmerksamkeit verfolgt wird.

Im Vorfeld der EZB-Entscheidung endet die MPC-Sitzung der Bank von England. Die Erwartung einer nochmaligen Aufstockung der Anleihekäufe um 25 Mrd. GBP ist in den Hintergrund getreten, nachdem das jüngste Sitzungsprotokoll deutlich machte, dass sich im März erneut nur drei der neun MPC-Mitglieder für eine Ausweitung aussprachen, andere Währungshüter dagegen die Glaubwürdigkeit der Bank von England in Gefahr sahen. In den USA steht eine Reihe von Fed- Reden im Kalender, unter anderem Fed-Chef Bernanke.

EUR-USD: Am technischen Umfeld hat sich kaum etwas verändert. Jedoch ist anzumerken, dass der Euro dabei ist, aus dem im Februar etablierten Abwärtstrendkanal auszubrechen. Zusammen mit den gestern besprochenen positiven Divergenzen könnte sich so kurzfristiges Erholungspotenzial ergeben. Allerdings ist zu befürchten, dass der Euro im Umfeld der EZB-Ratssitzung zur Schwäche neigt. Datenseitig gibt es ebenfalls keinen Rückenwind und so scheint es verfrüht, auf einen Befreiungsschlag zu setzen. Trading-Range: 1,2790 – 1,2890.



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