FX Daily
USA: ISM-Industrieindex sinkt im März auf 51,3 von 54,2 / Zypern: Geldgeber lockern Bedingungen für in Aussicht gestellte Finanzhilfen
Die Woche nach Ostern wartet mit wichtigen Datenveröffentlichungen auf. Bereits gestern wurde in den USA der Einkaufsmanagerindex (ISM) des Verarbeitenden Gewerbes veröffentlicht. Dieser enttäuschte mit einem Rückgang auf 51,3 von 54,2. Auch heute werden Einkaufmanagerindizes der Industrie für Aufmerksamkeit sorgen. Die Vorabschätzungen für Frankreich, Deutschland und die Eurozone fielen durchweg schwach aus und daran wird sich mit den heute anstehenden, endgültigen Werten nichts ändern. Mit Spannung wird erwartet, ob es in Italien und Spanien zu abweichenden, positiven Entwicklungen gekommen ist. Wahrscheinlich ist dies angesichts der mauen nationalen Geschäftsklimaumfragen aber nicht. Auch die Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungssektors stehen in dieser Woche im Kalender. Während in den USA die Erwartungen nach dem ISM-Industrieindex nicht zu hoch gesteckt werden sollten, fielen die vorläufigen Ergebnisse in Europa ebenfalls schwächer aus. Hohe Aufmerksamkeit wird den US-Arbeitsmarktzahlen zuteil.
Wichtige Hinweise liefert der ADP-Bericht am Mittwoch. Angesichts der auf niedrigem Niveau eingependelten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist mit einer anhaltenden Verbesserung der Beschäftigungssituation im März zu rechnen. Ein Stellenplus von bis zu 200 Tsd. scheint möglich. Die Arbeitslosenquote könnte gegenüber der Konsensschätzung positiv überraschen. Neben den wichtigen Datenveröffentlichungen sind die Zentralbankratssitzungen in der Eurozone und in Großbritannien zu nennen. Die Erwartungen weiterer Anleihekäufe der BoE haben zuletzt etwas nachgelassen.
Zwar haben Anfang März erneut drei der neun MPC-Mitglieder für eine Erhöhung des Anleihebestandes um 25 Mrd. GBP votiert, es gab aber keine zusätzliche Stimme für eine QEAusweitung. Zudem zeigten sich laut Sitzungsprotokoll einige Zentralbanker besorgt über die langfristige Glaubwürdigkeit der Zentralbank, die durch neuerliche QE-Maßnahmen geschwächt würde.
Auch bezüglich der EZB sind die Erwartungen weiterer Lockerungsschritte gedämpft. Ungeachtet der neuerlichen Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise und der eingetrübten Stimmungsbarometer der Unternehmen gab es bislang keinerlei Signale für eine bevorstehende Leitzinssenkung.
EUR-USD: Die Aussichten des Euros bleiben in Anbetracht der italienischen Regierungskrise und tendenziell schwacher europäischer Wirtschaftszahlen getrübt – unabhängig der jüngsten Erholung. Entscheidend ist die Unterstützung bei 1,2680, hergeleitet aus dem 61,8 %-Retracement der Aufwärtsbewegung von Juli bis Februar. Nach oben sorgt die unlängst unterschrittene 200- Tagelinie für ersten Widerstand. Trading-Range: 1,2750 – 1,2940.%
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