Zyperns Banken wollen heute um 11 Uhr erstmals seit dem 16. März wieder öffnen

Kocherlakota (Fed): Derzeitige US-Geldpolitik noch nicht akkommodierend genug

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten bleibt nicht nur wegen der umstrittenen Krisenpolitik der Europäischen Union hoch, sondern auch wegen der für heute geplanten Öffnung der zyprischen Banken. Hier stellt sich die Frage, ob es zum befürchteten „Bank-Run“ kommt oder nicht. Abseits der Schuldenkrise stehen heute interessante Datenveröffentlichungen im Kalender. Den Reigen eröffnen die deutschen Arbeitsmarktzahlen, bei denen die Erwartungen aufgrund der ungewöhnlich kalten Witterung nicht zu hoch gesteckt werden sollten. Der Marktkonsens geht von einem leichten Rückgang der Arbeitslosenzahl und einer unveränderten Arbeitslosenquote aus. Schwächer zu erwarten ist das italienische Wirtschaftsvertrauen, nachdem es im Vormonat noch zu einer Stimmungsaufhellung gekommen war. Damals fand die Umfrage im Vorfeld der Parlamentswahlen statt. Der politische Stillstand in Italien und die tendenzielle Verschärfung der EWU-Schuldenkrise dürften nun aber zu einem Stimmungsrückgang beigetragen haben. Auf Interesse stoßen die Zahlen zur Entwicklung der europäischen Geldmenge. Die Zahlen vom Januar enttäuschten, denn die Summe der an Firmen und Privathaushalte vergebenen Bankkredite war mit einem Vorjahresminus von 0,9 % stärker gesunken als erwartet. Auch im Februar dürfte die Kreditvergabe aufgrund der anhaltend restriktiven Vergabestandards schwach gewesen sein. Das Geldmengenwachstum wird unserer Einschätzung nach ebenfalls geringer ausfallen als im Vormonat, sodass es keinen Grund für inflationäre Sorgen gibt. In den USA richtet sich das Augenmerk auf die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen und den Chicago PMI. Letzterer liefert eine wichtige Indikation für den nationalen ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes, der Anfang nächster Woche zur Veröffentlichung ansteht. Regionale Fed-Umfragen fielen bis jetzt freundlich aus, sodass sich für März eine Stimmungsaufhellung in der Industrie abzeichnet. Dies könnte der Chicago PMI heute bestätigen. Die Erstanträge auf Arbeitslose sind seit Wochen rückläufig, und der Vierwochendurchschnitt hat mit Werten unter 440 Tsd. ein Niveau erreicht, das zuletzt Anfang 2008 zu beobachten war. Dies spricht für einen fortgesetzten Aufbau neuer Stellen.

EUR-USD: Der Euro tendiert zur Schwäche und das Umfeld bleibt schwierig. Die für heute geplante Öffnung der zyprischen Banken sorgt für Nervosität. Die nächsten Unterstützungen zeigen sich in der Zone 1,2660/80. Erste Widerstände lokalisieren wir im Bereich der 200-Tagelinie bei 1,2880. Trading-Range: 1,2660 – 1,2880.



Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:
Landesbank Hessen-Thüringen
Neue Mainzer Straße 52-58
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (69) 9132-01
Telefax: +49 (69) 2915-17
http://www.helaba.de



Weiterführende Links

Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die Huber Verlag für Neue Medien GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die Huber Verlag für Neue Medien GmbH gestattet.

Comments are closed.