Equity Daily

Banken in Zypern öffnen heute für sechs Stunden / Zyperns Außenminister: "Vergangene Woche stand das Land kurz vor dem Euro- Austritt"

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Abseits der Schuldenkrise stehen heute interessante Datenveröffentlichungen im Kalender. Den Reigen eröffnen die deutschen Arbeitsmarktzahlen, bei denen die Erwartungen aufgrund der ungewöhnlich kalten Witterung nicht zu hoch gesteckt werden sollten. Der Marktkonsens geht von einem leichten Rückgang der Arbeitslosenzahl und einer unveränderten Arbeitslosenquote aus. Schwächer zu erwarten ist das italienische Wirtschaftsvertrauen, nachdem es im Vormonat noch zu einer Stimmungsaufhellung gekommen war. Der politische Stillstand in Italien und die tendenzielle Verschärfung der EWU-Schuldenkrise dürften nun aber zu einem Stimmungsrückgang beigetragen haben. Auf Interesse stoßen auch die Zahlen zur Entwicklung der europäischen Geldmenge. Im Februar dürfte die Kreditvergabe aufgrund der anhaltend restriktiven Vergabestandards schwach gewesen sein. In den USA richtet sich das Augenmerk auf die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen und den Chicago PMI. Regionale Fed-Umfragen fielen bis jetzt freundlich aus, sodass sich für März eine Stimmungsaufhellung in der Industrie abzeichnet. Dies könnte der Chicago PMI heute bestätigen. Die Erstanträge auf Arbeitslose sind seit Wochen rückläufig, und der Vierwochendurchschnitt hat mit Werten unter 440 Tsd. ein Niveau erreicht, das zuletzt Anfang 2008 zu beobachten war.

Aktienmärkte: Dem Dax ging gestern merklich die Luft aus, so dass es im Verlauf des Vormittags vom Tageshoch bei 7.916 Zählern nahezu ungebremst auf 7.750 Punkte nach unten ging. Schlussendlich war ein Abschlag in Höhe von 1,15 % zu verbuchen. Auf der Suche nach einer Begründung für das eingetrübte Sentiment wird man schnell fündig. Zypern ist das Zauberwort, insbesondere wenn es darum geht, inwiefern das jetzige Rettungspaket als Muster für zukünftig drohende Staatspleiten dienen könnte. Am Markt kursiert die Angst, dass Sparkonten vor Zugriffen des Staates nicht mehr sicher sein könnten, obwohl sich die Politik sehr bemüht, dieser Angst zu begegnen. Bei all den Diskussionen um Zypern sollte das zuvor beherrschende Thema „Italien“ nicht vergessen werden. Nach wie vor ist eine Reihe von Problemen nicht gelöst. Wie es in dem Land politisch weiter gehen wird, ist ebenfalls offen. Neben den Aktienmärkten reagierte auch der Euro mit Abschlägen. Aktien der Deutschen Bank, der Allianz, und BASF zählten zu den größeren Verlierern. Auf der Gewinnerseite waren lediglich die Papiere von FMC, HeidelbergCement, Merck und Fresenius zu finden. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart lassen eine leicht schwächere Eröffnung erwarten. Die Nachrichten zu Zypern und Italien werden auch wieder die Richtung vorgeben. Die Kaufzurückhaltung der Anleger sollte sich angesichts der aktuellen Unsicherheiten fortsetzen.

Charttechnik: Der Dax war gestern nicht mehr in der Lage, die wichtige Supportmarke bei 7.870 Zählern weiter zu verteidigen. In der Folge rutschte der Index deutlicher ab um schlussendlich in der Nähe des Tagestiefs zu schließen. Dieser Umstand verdeutlicht, dass die Bewegungsdynamik auf der Unterseite weiter zunimmt. Entsprechend gilt es nun, die 55-Tage-Linie (aktuell bei 7.778 Punkten) im Auge zu behalten. Diese ist für den mittelfristigen Trend von immenser Bedeutung. Da diese bereits ihre steigende Tendenz verlassen hat, würde ein Closing unter dieser Durchschnittslinie das Bild weiter eintrüben. Die nächsten Supports finden sich bei 7.706, 7.654 und 7.582 Zählern. Auf der Oberseite geht vom 7.842er-Level Widertand aus.

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