Bernardino will Einfluss von Eiopa stärken
Eiopa-Präsident Gabriel Bernardino exklusiv im Interview
Die europäische Versicherungsaufsicht sollte stärker zentralisiert werden, fordert Gabriel Bernardino in einem Interview mit der Versicherungswirtschaft. „Es ist wichtig, dass die internen Solvenzmodelle richtig verstanden werden“, sagt der Präsident der EU-Versicherungsaufsicht Eiopa gegenüber dem Fachblatt. Um dies zu erreichen, sollte die Rolle von Eiopa in den „Colleges of Supervisors“ gestärkt werden. „Es ist nicht möglich, dass die Behörden in allen EU-Ländern die gleiche Erfahrung mit diesen Modellen haben“, sagt Bernardino.
Derzeit werden multinationale Versicherer von Kollegien kontrolliert, die sich aus Vertretern aller Aufsichtsbehörden zusammensetzen, in denen ein Versicherer tätig ist. Große Versicherungskonzerne wie Allianz und Axa haben in fast allen 27 Staaten der Europäischen Union Tochterunternehmen oder Niederlassungen. Im Jahr 2009 hatten sich die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Europäische Rat auf die Bildung von Aufsichtskollegien für multinationale Versicherungskonzerne verständigt.
Die Versicherer forderten damals, multinationale Versicherer ausschließlich von der Behörde des Hauptsitzes beaufsichtigen zu lassen. Dadurch hätten jedoch viele kleinere EU-Staaten fast vollständig die Kontrolle über ihre Versicherungsmärkte verloren.
Die Versicherungswirtschaft Insurance Business Report erscheint am 01. April 2013, das gesamte Interview ist kostenfrei online abrufbar unter vvw.de.
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