Equity Daily

Zypern: Banken bleiben bis Donnerstag geschlossen / Aktienmärkte: Verunsicherung macht sich breit

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die datenseitige Neugier wird heute nur in den USA gestillt. Allen voran stehen die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im Mittelpunt des Interesses. Das Vormonatsminus wurde zwar inzwischen auf 4,9 % nach oben revidiert, dennoch zeichnet sich unseres Erachtens eine kräftige Gegenbewegung ab, die die Konsensschätzung eines Plus von 3,9 % durchaus übertreffen könnte. Es sind insbesondere die Flugzeugbestellungen, die für die großen Ausschläge der letzten Monate verantwortlich sind. Im Januar wurden lediglich zwei Flugzeuge geordert und im Februar waren es 179 Stück. Dies allein sollte den Gesamtindex um über 4 % nach oben drücken. Wichtiger könnte vor diesem Hintergrund die Bestellaktivität ohne den Transportsektor sein. Seit Herbst kann der Bereich durchgehend steigende Auftragseingänge melden und eine Fortsetzung dessen würde das Vertrauen in die US-Wirtschaftsentwicklung deutlich stärken. Neben den Aufträgen für den Monat Februar sind vor allem Stimmungswerte des laufenden Monats von Interesse. Diese werden jedoch vermutlich ein gemischtes Bild präsentieren, denn die Vorgaben für das Verbrauchervertrauen des Conference Boards sind schwach. Hintergrund der Stimmungseintrübung könnten die höheren Benzinpreise sein. Der Richmond-Fed-Index sollte dagegen die robusten Konjunktursignale der Fed-Umfragen in New York und Philadelphia untermauern stehen.

Aktienmärkte: Nach den Kursverlusten am Freitag, konnte der Dax zu Wochenbeginn zunächst Boden gut machen, im weiteren Verlauf kippte die Stimmung so dass der Schlusskurs von 7.870 Zählern sehr deutlich unter dem Tageshoch (8.030 Punkte) lag. Die in der Nacht erzielte Einigung und damit die Abwendung einer Staatspleite in Zypern konnte nur temporär die Gemüter beruhigen. Positiv war sicherlich, dass der überzogene Bankensektor des Landes deutlich verkleinert wird. Auf der anderen Seite wurde aber auch klar, dass das Land vor immensen Herausforderungen stehen wird, die es zu lösen gilt. Spekulationen, dass die bisherige angenommene „Rettungssumme“ in Höhe von 17 Mrd. € möglicherweise nicht ausreichen könnte, drückten ebenfalls auf das Sentiment. Die Vola, gemessen am V-Dax kletterte zeitweise über die 18er-Marke.

Darüber hinaus blieb es Nachrichtenseitig eher ruhig. Heute gilt es die US-Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Auge zu behalten. Die Indikation für den Start in den Handel deutet auf eine etwas freundlichere Eröffnung hin.

Charttechnik: Der gestrige Handelstag hat deutliche Spuren im Chartbild hinterlassen. Ein sogenanntes „bearish engulfing pattern“ wurde ausgebildet und gleichzeitig der wichtige High-Low- Channel nach unten verlassen. Die Tatsache, dass der Schlusskurs zudem unter einer Reihe von Moving Averages, und dazu in der Nähe des Tagestiefs lag („closing tail“) , spricht für eine Zunahme der Bewegungsdynamik auf der Unterseite. Die Marke von 7.871 Zählern hat sich in der nahen Vergangenheit als sehr nachhaltige Unterstützung erwiesen, so dass dieser erneut eine tragende Rolle, im Hinblick auf den weiteren Verlauf, zukommen wird. Ein Bruch der genannten Unterstützung würde kurzfristig Rückschlagspotenzial in den Bereich von 7.700 Zählern nach sich ziehen. Aber auch darunter liegende Kurszielmarken können nicht ausgeschlossen werden.



Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:
Landesbank Hessen-Thüringen
Neue Mainzer Straße 52-58
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (69) 9132-01
Telefax: +49 (69) 2915-17
http://www.helaba.de

Ansprechpartner:
Christian Schmidt
Technischer Analyst
+49 (69) 9132-2388



Weiterführende Links

Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die Huber Verlag für Neue Medien GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die Huber Verlag für Neue Medien GmbH gestattet.

Comments are closed.