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Zypern: Eurogruppe stimmt neuem Rettungsplan zu, Staatspleite abgewendet / Euro legt in Asien zu, Aktienmärkte tendieren überwiegend freundlich

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die Rettung Zyperns steht! In der Nacht zu Montag einigten sich die beteiligten Parteien auf ein Hilfskonzept, das im Kern die Restrukturierung des Bankensektors beinhaltet. Betroffen sind die Laiki Group (Cyprus Popular Bank) sowie die Bank of Cyprus. Der neue Plan sieht vor, dass die Laiki Bank geschlossen wird. Konten mit Beträgen bis 100,000 Euro werden auf die Bank of Cyprus übertragen. Einlagen oberhalb dieser Summe werden eingefroren und in eine Bad Bank übertragen. Auch die Bank of Cyprus wird verkleinert. Hier müssen Aktionäre, Anleihegläubiger und Kontoinhaber ebenfalls mit Abschreibungen rechnen. Da der Kalender zum Wochenbeginn keine marktbewegenden Einträge enthält, werden die Entwicklungen rund um Zypern wohl weiterhin das beherrschende Thema sein. Der Dallas-Fed-Index und Reden von Fed-Vertretern, u. a.

Fed-Chef Bernanke, werden kaum für eine Neubewertung der Lage sorgen. Erst morgen stehen die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA an, denen traditionell hohe Aufmerksamkeit zuteilwird. Vor allem die volatilen Bestellungen des Transportsektors, d. h. von Flugzeugen, beeinflussen den Gesamtwert. Boeing berichtet für den Monat Februar einen deutlichen Zuwachs, während im Januar so gut wie keine Orders eingegangen waren. Im Monatsvergleich sollte der Gesamtindex daher sehr kräftig zulegen und selbst ein Überschreiten der Konsensschätzung von +3,9 % kann nicht ausgeschlossen werden. Wichtiger für das Marktsentiment könnte aber die Entwicklung der Aufträge ohne den Transportsektor sein. Diese hatten sich in den letzten Monaten bereits unerwartet robust gezeigt. Ein weiteres Plus würde die Erwartungen fortgesetzten Wachtsums in den USA untermauern. Am Dienstag runden der Richmond-Fed-Index sowie das Verbrauchervertrauen des Conference Boards das konjunkturelle Bild ab. Insbesondere die Stimmung unter den Konsumenten hatte in den letzten Wochen unter hohen Benzinpreisen gelitten, während die Arbeitsmarktsituation sich weiter verbessert hat und so keinen Grund liefert für generellen Pessimismus. Da aber Veröffentlichungen wie beispielsweise das Michigan Sentiment für den Monat März nachgaben, sollte Ähnliches auch für den Conference-Board-Indikator einkalkuliert werden. Eine nachhaltige Stimmungswende in den kommenden Monaten erwarten wir wegen der robusten Arbeitsmarktsituation aber nicht. Die neuen Daten zum Immobilienmarkt sollten darüber hinaus den positiven Trend der letzten Monate bestätigen und keinerlei Konjunktursorgen in den USA erzeugen. Die zweite Revision des US-BIP-Wachstums wird wenig Einfluss haben.

EUR-USD: Der Euro erholte sich zum Wochenschluss und Rettung Zyperns sorgte ebenfalls für gute Stimmung. Obwohl der Abwärtstrend seit Januar (Widerstandslinie bei 1,2959) überwunden wurde, kann man einen Befreiungsschlag aber noch nicht konstatieren. Erst jenseits der 100- Tagelinie (1,3130) eröffnet sich Potenzial für eine weitergehende Erholung. Trading-Range:1,2940 – 1,3130.



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