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Zypern: Parlament lehnt Einlagenabgabe ab - Rettungspaket steht in Frage / EUR-USD nach Kursverlusten stabilisiert - Aktienmärkte in Japan und China im Plus

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Das zypriotische Parlament hat das mit der Eurogruppe ausgehandelte Rettungspaket unter Einbezug einer Einlagenbesteuerung abgelehnt. Damit steht das gesamte Rettungspaket für den notleidenden Inselstaat in Frage, und die Verunsicherung um den Fortgang der Krise belastet die Finanzmärkte weiter.

Abseitig der Schuldenkrise in der Eurozone sind heute Zentralbanktermine von Interesse. In Großbritannien richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Protokoll der MPC-Sitzung vom Anfang des Monats. Bei dieser Sitzung hatte die Bank von England den Leitzins als auch das Anleihevolumen unverändert gelassen. Es wird interessant sein zu sehen, ob Gouverneur King mehr Zustimmung für seinen Vorschlag einer nochmaligen Ausweitung der Anleihebestände bekommen hat. Im Februar hatten lediglich zwei der acht verbleibenden MPC-Mitglieder mit King gestimmt. Ein oder zwei weitere Zustimmungen würden das Britische Pfund heute gegenüber dem Euro tendenziell schwächen. Zwar haben die Marktteilnehmer seit dem Jahresbeginn bereits deutliche Abwertungserwartungen bezüglich des Pfundes eingepreist, die Bewegung des EUR-GBP-Kurses ist im Zuge der neuen Verunsicherung in Sachen Schuldenkrise ab Ende Februar aber gestoppt worden.

Sehr hohe Aufmerksamkeit wird am Abend der FOMC-Sitzung der US-Notenbank zuteil. Mit einer Zinsveränderung ist nicht zu rechnen, vielmehr ist von Interesse, ob die neuen Erwartungen hinsichtlich Inflation und BIP-Wachstum sowie des zukünftigen Leitzinsniveaus Informationen darüber liefern, ob die QE3-Maßnahmen bereits in den kommenden Monaten reduziert oder beendet werden. Entscheidend wird in diesem Zusammenhang auch die Wortwahl von Fed-Chef Bernanke sein. Zuletzt hatte er Erwartungen eines frühen QE3-Endes zu dämpfen versucht. Daher glauben wir, dass Bernanke sich auch dieses Mal eher zurückhaltend gibt und die noch immer hohe Arbeitslosigkeit und den geringen Inflationsdruck in den Vordergrund stellt.

EUR-USD: Trotz der kräftigen Kursverluste, die der Euro bereits im späten gestrigen Handel hinnehmen musste, erwies sich die 200-Tagelinie bislang als robuste Unterstützung. Insofern scheinen Hoffnungen gerechtfertigt, dass kein neuerlicher Verkaufsdruck aufkommt. Allerdings wird dies entscheidend von den Aussagen des Fed-Chefs mitbestimmt. Irgendwie geartete – wenngleich von uns nicht als wahrscheinliche angesehene – Signale für eine Reduzierung der QE-Volumen würden aber den Dollar massiv stärken. Trading-Range: 1,2800 – 1,2970.



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