FX Daily
Japan: Verbrauchervertrauen steigt im Februar auf 44,3 von 43,3 Punkten / Asiatische Aktienmärkte trotz freundlicher US-Vorgaben schwächer
Der Datenkalender ist heute wie schon zum Wochenauftakt nur dünn besetzt. In Großbritannien steht die Industrieproduktion auf der Agenda, welche nach deutlichen Enttäuschungen beispielsweise in Frankreich und Deutschland wohl kaum Potenzial für eine positive Überraschung hat. Das Hauptinteresse wird sich datenseitig daher auf den NFIB-Index in den USA richten, das Stimmungsbarometer der kleinen und mittleren Unternehmen, ohne dass es für einen größeren Markteinfluss reichen sollte. Es wird eine verbesserte Einschätzung der Lage erwartet. Bereits veröffentlicht wurden die Arbeitsmarkt-Subindizes der NFIB-Umfrage für den Monat Februar, die im Hinblick auf den Trend der Arbeitslosenquote wichtige Informationen liefern. Sowohl der Index über die Einstellungsabsichten als auch über die Zahl der offenen Stellen ist gestiegen. Dies ist erfreulich, denn der mittelständischen Wirtschaft kommt unseres Erachtens eine entscheidende Rolle bezüglich eines nachhaltigen Abbaus der Arbeitslosigkeit zu. Vor diesem Hintergrund erscheint die Erwartung eines moderaten Anstiegs des gesamten NFIB-Barometers realistisch. Zudem haben sich zuletzt die ISM-Indizes im Verarbeitenden Gewerbe und im Servicesektor robust entwickelt – ungeachtet der Diskussionen im Haushaltsstreit der USA („fiscal cliff“). Eine Bestätigung durch die mittelständische Wirtschaft würde die robusten konjunkturellen Perspektiven untermauern und so keinen Raum für übertriebenen Pessimismus lassen.
EUR-USD: Bezüglich der Euro-Wechselkurse zeigt sich eine Aufspaltung. So steht der Euro gegenüber dem US-Dollar latent unter Druck, was unter anderem mit Zinssenkungsfantasie bezüglich der EZB begründet wird. Allerdings zeigen sich die Kursverläufe gegenüber Pfund, Yen und Franken von derlei Überlegungen unbeeinflusst – auch weil in Japan und Großbritannien von offizieller Seite eine Abwertung der heimischen Währung bevorzugt wird. In den USA dagegen haben sich ungeachtet der ungünstigen Entwicklungen im Haushaltstreit Stimmungsindikatoren bei den Unternehmen robust entwickelt und auch die anhaltende Verbesserung der Arbeitsmarktsituation kommt dem US-Dollar zugute.
Der Blick auf die technische Verfassung von EUR-USD lässt darüber hinaus keinen Raum für weitreichende Erholungsfantasien. Auf Wochenbasis stehen MACD und DMI im Verkauf und auch der Stochastic richtet sich gen Süden – noch immer komfortabel von der überverkauften Zone entfernt. Auch im Tageschart sind die Trendfolger im Verkaufsmodus. Der Stochastic signalisiert zwar eine überverkaufte Situation, dies sollte aber nicht ausreichen, um deutliches Potenzial nach oben zu generieren. Trading-Range: 1,2955 – 1,3120.
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