FOMC: Geldpolitik unverändert, keine Hinweise auf weniger expansiven Kurs

Japan: Industrieproduktion Dezember +2,5 % VM -7,8 % VJ, schwächer als erwartet / Börsentäglich: Markteinschätzung und Prognose rund um Devisen

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die US-Notenbank hat gestern die Geldpolitik nicht verändert und sowohl den Leitzins (0 – 0,25 %) als auch das monatliche Volumen der Anleihekäufe (insgesamt 85 Mrd. USD) bestätigt. Zudem enthält das Statement keine Hinweise auf einen weniger expansiven Kurs der Fed – womit einige Marktteilnehmer gerechnet hatten. Eine veränderte Fed-Politik ist derzeit auch nicht zu begründen, denn die Arbeitslosenquote liegt weiterhin oberhalb des Zielwertes von 6,5 % und die Teuerung unterhalb des Fed-Ziels von 2,0 %. Auf die konjunkturell labile Situation in den USA könnte neben den gestrigen BIP-Zahlen auch der Chicago-PMI hinweisen. Die bis jetzt veröffentlichten regionalen Stimmungsindikatoren haben enttäuscht und lassen auf einen schwachen ISM-Index schließen (Veröffentlichung am Freitag). Die Situation in der Eurozone ist ähnlich. Auch hier gibt es derzeit keinen Grund für die Währungshüter, von ihrer expansiven Geldpolitik abzurücken. Inflationäre Sorgen muss man sich jedenfalls nicht machen. Heute stehen die vorläufigen deutschen Verbraucherpreise auf der Agenda, und nach dem Preisschub im Dezember zeichnet sich eine rückläufige Entwicklung ab. Die Jahresteuerung dürfte mit zwei Prozent im Stabilitätsbereich der EZB liegen. Zudem ist das konjunkturelle Umfeld unsicher. Frühindikatoren – insbesondere in Deutschland – lassen zwar auf eine allmähliche Bodenbildung schließen, realwirtschaftliche Daten sind teilweise aber von Schwäche geprägt. Im Sog der EWU-Schuldenkrise und des konjunkturellen Abschwungs hat sich die Lage am deutschen Arbeitsmarkt verschlechtert. Auch im Januar des neuen Jahres zeichnet sich ein erneuter Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl ab, und die Arbeitslosenquote könnte erstmals seit August 2011 wieder die 7 %-Marke touchieren.

EUR-USD: Der Euro hat die 1,35-Marke überwunden und im Hoch bei 1,3587 notiert. Der intakte Aufwärtstrend und die freundliche Indikatorenlage lassen auf einen weiteren Anstieg hoffen, die überkaufte Marktlage spricht aber für eine zumindest vorübergehende Verschnaufpause. Trading-Range: 1,3450 – 1,3640.



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