Equity Daily

Aktienmärkte treten auf der Stelle / Euro und Gold mit enger Handelsrange

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer ist in den letzten Tagen weiter gestiegen. So haben erfreuliche Konjunkturzahlen insbesondere in Deutschland und den USA sowie die hohen Rückzahlungen aus dem ersten Dreijahrestender der EZB zu einer fortgesetzten Marktberuhigung beigetragen. Inzwischen scheint ein gehöriges Maß an Zuversicht in den Kursen eskomptiert zu sein, sodass sich ein gewisses Korrekturpotenzial aufgebaut hat. Heute stehen allerdings keine Konjunkturveröffentlichungen auf dem Programm, die die Marktstimmung nachhaltig dämpfen sollten. In den USA wird das Verbrauchervertrauen des Conference Boards veröffentlicht, das bereits im Vormonat unerwartet deutlich gesunken war. Insbesondere das schwache Michigan Sentiment mahnt zur Vorsicht. Nach dem kräftigen Einbruch im Vormonat scheint aber die Konsensschätzung hinreichend pessimistisch, denn andere Umfragewerte, wie beispielsweise die TIPP- und RBC-Indizes, sind zuletzt gestiegen. Der Case-Shiller-Hauspreisindex dürfte im Vorjahresvergleich zulegen und damit auf die Erholung des Immobiliensektors aufmerksam machen. Dennoch wird die Risikofreude im Wochenverlauf beeinträchtigt, da wir bei den ISM-Indizes und dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag Enttäuschungen ausmachen und die morgige FOMC-Sitzung mit einer unveränderten Geldpolitik wohl keine Euphorie hervorrufen wird.

Aktienmärkte: Der Dax trat zu Wochenbeginn weitestgehend auf der Stelle. Lediglich für einen kurzen Zeitraum konnte sich der deutsche Leitindex leicht in die Pluszone schieben. Angesichts der weiter nachlassenden Schwungkraft und sehr sehr dünnen Handelsumsätzen muss mittlerweile damit gerechnet werden, dass die Anfälligkeit der Märkte für Rücksetzer größer wird. Einen kleinen Hinweis zur Unterstützung dieser These liefert auch der steigende V-Dax (14,21 vs. 13,31 am Freitag). Interessant stellte sich auch das Bild bei den Einzelwerten dar, denn lediglich fünf Dax-Werte konnten leichte Kursgewinne verbuchen, während die breite „Masse“ Abschläge von bis zu 1,88 Prozent (E.ON) hinnehmen musste. Die Indikationen für den heutigen Handelstag deuten auf eine nahezu unveränderte Eröffnung hin – bleibt zu hoffen, dass das Motto nicht irgendwann heißt “ es ist Börse und keiner macht mit“. Der weitere Tagesverlauf wird weitestgehend vom Warten auf die Fed geprägt sein. Am Nachmittag steht das Verbrauchervertrauen des US-Conference Board im Fokus.

Charttechnik: Heute wollen wir einen Blick auf das Bild des Dow Jones Transport-Index werfen. Wie zu erkennen ist, verlief der letzte Anstieg sehr steil. In der allgemeinen Interpretation wird davon ausgegangen, dass solch steile Verläufe schwer durchzuhalten sind. Entsprechend wird die Gefahr für einen temporären Rücksetzer größer. Erste Warnhinweise in diese Richtung, in Form von negativen Divergenzen, rückläufigen Umsätzen und kleiner werdenden Tageskerzen, sind auszumachen. Insgesamt wird unterstellt, dass der DJT einen kleinen Vorlauf gegenüber dem Dow hat, entsprechend werden Richtungswechsel sehr genau beobachtet. Ein erster, wichtiger Support lässt sich bei 5.800 Punkten definieren.

DAX: Der Dax markierte gestern ein neues Impulshoch, welches allerdings nur fünf Punkte über dem Vortageshoch lag. Schlussendlich war auf Schlusskursbasis ein moderater Abschlag von 0,32 % zu verbuchen. Dies ist deshalb von Bedeutung, da die Gefahr einer temporären Top-Bildung dadurch zugenommen hat. Auch die Tatsache, dass bereits einige Oszillatoren zu drehen beginnen und das Preis-Umsatzverhältnis zuletzt mehr als nur zu wünschen übrig ließ, unterstreichen diese These. Ein erste, wichtige Unterstützung findet sich bei 7.789 Zählern.

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