Equity Daily
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– Aktienmärkte: Handelsvolumen gering
– Apple enttäuscht Anleger, Aktie – 10 Prozent im späten Handel
– IWF pessimistisch für die Eurozone
Heute stehen die vorläufigen Stimmungsindikatoren in Deutschland, Frankreich und der Eurozone auf dem Programm. Die Vorgaben sind unterschiedlich. Während die zuletzt deutlich gestiegene ZEW-Umfrage und die im Trend nachlassenden Risikoaufschläge der EWU-Peripheriestaaten für einen Stimmungsaufschwung in der deutschen Wirtschaft sprechen, enttäuschte gestern das französische Unternehmensvertrauen des Statistikinstituts INSEE mit einem Rückgang auf 86 von 89 Punkten. Dies legt die Vermutung nahe, dass die französischen PMIs nicht auf der positiven Seite überraschen werden. Der deutsche Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes dürfte sich indes verbessern – aber weiterhin unterhalb der Expansionsschwelle liegen. Zusammen mit einem stabilen Serviceindex im Bereich um 52,0 Punkte und der freundlichen ZEW-Umfrage sollten die Vorgaben für den morgigen ifo-Geschäftsklimaindex positiv bleiben. In den USA stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Index der Frühindikatoren auf dem Programm. Letzterer dürfte von stabilen Werten des Arbeitsmarktes und gestiegenen Aktienmärkten positiv beeinflusst werden. Bei den Erstanträgen stellt sich indes die Frage, ob sich das überraschend niedrige Niveau der Vorwoche halten lässt.
Aktienmärkte: Trotz positiver Vorgaben von den US-Börsen, tat sich der Dax am Mittwoch schwer, in die Pluszone vorzudringen. Die hierzulande veröffentlichten Unternehmensdaten fielen gemischt aus. Während SAP die Marktteilnehmer überzeugen konnte, war dies bei Siemens nur bedingt der Fall. Die Handelsumsätze auf Xetra lassen weiterhin zu wünschen übrig, solange diese „Rahmenbedingungen“ so bleiben, sind vor allem Kursbewegungen nach oben mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Der Dow Jones erreichte gestern erneut ein neues fünf-Jahres-Hoch. Zum Schluss betrug der Anstieg 0,49 %. Allerdings trugen vor allem die Kursaufschläge bei IBM zu dem positiven Ergebnis bei. Bemerkenswert ist, dass an der NYSE gestern, trotz der Kursgewinne, das Verhältnis von Gewinner- zu Verliereraktien negativ ausfiel. 1.416 Werte legten zu, während 1.536 Papiere nachgaben. Im Fokus stand auch der Quartalsbericht von Apple. Anleger zeigten sich enttäuscht, da der Konzern weniger iPhones verkaufte als erwartet. Auch bei Umsatz und Ausblick konnte man die Marktteilnehmer nicht überzeugen, so dass die Aktie im späten Geschäft um rund zehn Prozent verlor. Im Gegensatz zu gestern werden die heutigen Konjunkturdaten einen etwas größeren Markteinfluss haben, insbesondere gilt es jedoch die anstehenden Unternehmensberichte zu beachten. In den USA stehen heute die Zahlen, u.a. von Microsoft (im Konsensus wird mit einem EPS in Höhe von 0,75 $ gerechnet, in den Flüsterschätzungen wird ein Wert von 0,77 $ unterstellt), Amgen (1,44 vs. 1,43), ATT (0,46 vs. 0,45), Juniper Networks (0,22 vs. 0,24), Starbucks (0,57 vs. 0,62) und 3M (1,41) auf der Agenda.
Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuten auf eine nahezu unveränderte Eröffnung hin. Der von der Wall Street ausgehende, leicht negative Einfluss (Stichwort auch Erhöhung der Schuldenobergrenze), wird von einem besseren, chinesischen HSBC Einkaufsmanagerindex kompensiert.
Charttechnik: Wie zuletzt, bewegt sich der Dax weiter in seiner etablierten Handelsrange. Umso länger dieser Umstand anhält, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass die auf einen Austritt folgende Bewegung recht deutlich ausfallen wird. Mittlerweile wieder kippende Indikatoren mahnen zur Vorsicht. Es gilt die Supportmarke bei 7.680 Zählern im Auge zu behalten. Ein Unterschreiten dieser, würde den Abgabedruck verstärken.
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