FX Daily
China: Index der Frühindikatoren steigt im Dezember von 250,0 auf 251,1 Punkte / Asiatische Aktienmärkte überwiegend schwach trotz guter US-Vorgaben (Dow Jones schließt auf 5-Jahreshoch)
Realwirtschaftliche Daten der Europäischen Währungsunion haben in den letzten Wochen zum Teil enttäuscht. Inzwischen ist es aber kein Geheimnis mehr, dass sich Europa und Deutschland im Schlussquartal 2012 konjunkturell eher schwach entwickelt haben. Wichtiger als dies sind aber die Konjunkturperspektiven, und die scheinen sich sukzessiv zu verbessern. Neben der Sentix- Umfrage hat sich der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen kräftig erholt. Dies legt zusammen mit der verbesserten Lagebeurteilung die Vermutung nahe, dass der am Freitag anstehende ifo- Geschäftsklimaindex das dritte Mal in Folge zulegen wird. Auch das heutige Verbrauchervertrauen der Eurozone sollte sich entsprechend festigen.
EUR-JPY: Während die Europäischen Währungshüter aufgrund des konjunkturellen Umfelds und verbesserter Finanzierungsbedingungen in Europa eine Politik der ruhigen Hand betreiben, hat sich die Bank von Japan dem politischen Druck gebeugt und das Inflationsziel auf 2 % erhöht. Zudem hat sie zur Unterstützung der Konjunktur und zur Bekämpfung der Deflation ein unbefristetes Anleihekaufprogramm ab dem Jahr 2014 angekündigt – und dies, obwohl schon jetzt die Verschuldung des Staates beängstigend hoch ist. Ziel der geldpolitischen Maßnahmen ist es zudem, den Kurs des Yens zu schwächen, um so der exportorientierten Volkswirtschaft unter die Arme zu greifen. Die Rechnung der japanischen Politik geht auf. Zwar gab es nach der gestrigen geldpolitischen Entscheidung keine zusätzlichen Impulse mehr, die Politik des billigen Geldes führt aber schon seit Monaten zu einer Yen-Abwertung. So hat der US-Dollar gegenüber der japanischen Valuta in den letzten Monaten etwa 13 % aufgewertet, der Euro immerhin 20 %. Ende letzter Woche notierte er bei 120,70 auf dem höchsten Niveau seit knapp zwei Jahren. Der nächste Widerstand liegt am 2011er-Hoch bei 123,30. Aufgrund der überkauften Marktlage ist aber eine vorübergehende Korrektur wahrscheinlich.
EUR-USD: Der Euro hat sich unter Schwankungen knapp behauptet. Damit ist er erneut daran gescheitert, die Hürden im Bereich 1,3400/05 zu überwinden. Erst ein Anstieg darüber würde den Weg zum 2012er-Hoch bei 1,3487 öffnen. Technisch bleibt das Bild konstruktiv und die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer hoch. Daher ist eine derartige Befestigung noch möglich. Das Bild würde sich erst dann eintrüben, sollte der Unterstützungsbereich 1,3247/56 nachhaltig unterschritten werden. Trading-Range: 1,3250 – 1,3405.
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