Equity Daily
Aktienmärkte: Wird die Luft dünner? / Aktienmärkte: Wird die Luft dünner?
Der Datenkalender der neuen Woche ist mit einer Vielzahl von Stimmungsindikatoren gut gefüllt. Zuvorderst ist der deutsche ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen zu nennen. Die Vorgaben vonseiten der Sentix-Befragung sind positiv. Ähnliches gilt wohl auch für die ZEW-Salden, wobei wir vor dem Hintergrund der zuletzt enttäuschenden Produktions- und Exportzahlen vor allem eine Aufhellung des ZEW-Erwartungssaldos für wahrscheinlich halten. Wir positionieren uns daher leicht oberhalb der Konsensschätzung. In der Summe sollte sich eine ebenfalls positive Indikation für das ifo-Geschäftsklima ergeben, das am Ende der Woche zur Veröffentlichung ansteht. Die Konsensschätzung ist bereits positiv und so müssten die ZEW-Komponenten schon deutlich auf der Oberseite überraschen, um für den ifo-Index Überraschungspotenzial zu generieren. Darüber hinaus stehen die Vorabschätzungen der Einkaufsmanagerindizes in Frankreich, Deutschland und der Eurozone im Kalender. Stimmungsindikatoren sind auch in den USA von Interesse. Allerdings handelt es sich in dieser Woche vornehmlich um verschiedene regionale Industrieumfragen, die das Bild hinsichtlich des kommenden ISM-Indexes abrunden sollten. Die beiden bisherigen Fed-Umfragen in den Regionen New York und Philadelphia blieben hinter den Erwartungen zurück. Des Weiteren werden in den USA die Immobilienverkaufszahlen veröffentlicht. Im Hinblick auf die Verkaufszahlen von Bestandsimmobilien sind die Indikationen gemischt.
Aktienmärkte: Der Dax bewegte sich am Freitag, ganz in der Manier der Vortage, innerhalb einer moderaten Handelsrange ohne dabei eine klare Richtung zu etablieren. Nach wie vor steht die Frage im Raum, was den Markt etwas wachrütteln könnte. Zuletzt hatte man die Hoffnung, dass die US-Quartalsberichte einen nachhaltigen Impuls geben könnten, diese Hoffnungen wurden aber noch nicht erfüllt. Insgesamt stehen in dieser Woche mehr Konjunkturdaten auf der Agenda, in den vergangenen Tagen war von dieser Seite kaum Störfeuer auszumachen. Man darf also gespannt sein. Aber trotz einer Reihe guter Nachrichten darf nicht vergessen werden, dass der Dax, vor allem auch im Vergleich mit anderen Indizes, bereits im abgelaufenen Jahr eine deutliche Outperformance vollzogen hat. Neben verschiedenen US-Unternehmen werden auch hierzulande erste Rechenschaftsberichte vorgelegt. U.a. wird dies bei Siemens und SAP der Fall sein. Die Vorgaben für den Start in die neue Woche deuten auf eine freundliche Eröffnung hin. Im weiteren Verlauf muss damit gerechnet werden, dass das Geschäft, bedingt durch den heutigen US-Feiertag, eher dünn ausfallen wird.
Charttechnik: Der Dax war zuletzt erneut nicht in der Lage, die etablierte Handelsrange zu verlassen. Vielmehr prallte der Index am oberen Band des High-Low-Channels ab, was einmal mehr verdeutlicht, dass das derzeitige Momentum zu wünschen übrig lässt. Da eine ganze Reihe von Moving Averages aber noch nach oben zeigt, sind die Chancen für einen Ausbruch auf der Oberseite intakt. Die nächsten, sehr wichtigen Widerstände finden sich bei 7.772 und 7.789 Zählern. Auf der Unterseite ist der deutsche Leitindex in der Zone zwischen 7.667 und 7.636 Zählern recht gut unterstützt.
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