FX Daily
Japan: Aufträge im Maschinenbau stiegen im November um 3,9 % VM, deutlich stärker als erwartet / Eurogruppenchef Juncker: "Wechselkurs des Euro ist gefährlich hoch."
Datenveröffentlichungen in der Eurozone werden heute wohl kaum für Marktbewegungen sorgen. Dies gilt auch für den Konjunkturausblick der Bundesregierung für das Jahr 2013. In den USA dagegen stehen mit der Industrieproduktion interessante Konjunkturzahlen an. Es sind die Dezemberwerte und Marktteilnehmer werden mit Interesse verfolgen, wie sich die Industrie zum Schluss des Quartals entwickelt hat. Eine positive Indikation liefert die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden. Allerdings ist auch die volatile Versorgerproduktion zu beachten. Eine verhältnismäßig warme Witterung könnte hier belastend gewirkt haben. Gegenüber der Konsensschätzung sehen wir kein positives Überraschungspotenzial. Hohe Aufmerksamkeit wird unseres Erachtens auch dem NAHB-Index zuteil. Das Stimmungsbarometer der Bau- und Immobilienbranche befindet sich seit vielen Monaten in einer Aufwärtsbewegung. Auch im laufenden Berichtszeitraum wird eine weitere Verbesserung erwartet. Unabhängig von den monatlichen Schwankungen ist klar zu erkennen, dass der Sektor die Talsohle verlassen hat und bereits 2012 positive Wachstumsbeiträge geliefert haben dürfte. Eine Fortsetzung der Erholung ist unseres Erachtens zu erwarten. Am Abend veröffentlicht die Fed den turnusmäßigen Konjunkturbericht der Distriktbanken, das sogenannte Beige Book. Zuletzt gab es Verunsicherung bezüglich der Dauer von Anleihekäufen durch die Fed, die der Offenmarktausschuss erst Mitte Dezember ausgeweitet hatte. Das dazugehörige Sitzungsprotokoll offenbarte, dass einige FOMC-Mitglieder eine Beendigung oder Verringerung der Primärmarktaktivitäten deutlich vor Ende 2013 für angemessen halten. Die konjunkturelle Lageeinschätzung vonseiten der Fed ist vor diesem Hintergrund beachtenswert. Wir rechnen nicht damit, dass der Bericht positiv überrascht und so die Sorgen über einen frühen Ausstieg der Fed aus den QE-Maßnahmen verstärkt werden.
EUR-USD: Der Euro schwankte gestern zunächst zwischen 1,33 und 1,34, bevor Aussagen des scheidenden Eurogruppenchefs Juncker die Gemeinschaftswährung im Tief auf 1,3263 fallen ließen. Das technische Bild ist per saldo aber noch als unterstützend zu werten. Rücksetzer sehen wir als Korrektur an. Das 38,2 %-Retracement des jüngsten Anstiegs (1,2998 bis 1,3404) findet sich bei 1,3249. Trading-Range: 1,3200 – 1,3400.
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