Aktienmärkte: Quartalsberichte im Fokus
Euro nimmt 1.34er-Marke im Visier
Die wahrscheinlich einzig erwähnenswerten Datenveröffentlichungen der Eurozone stehen heute mit den Produktionszahlen in Italien und auf EWU-Ebene an. Durchaus von Interesse wird daher sein, ob das große Peripherieland Italien einen Produktionszuwachs melden kann. Allgemein erwartet wird dies nicht und auch wir bleiben skeptisch. Auf die Eurozone übertragen heißt dies: Positives Überraschungspotenzial gegenüber der Konsensschätzung scheint nicht zu bestehen. Im weiteren Wochenverlauf stehen US-Datenveröffentlichungen im Fokus. An erster Stelle seien die Einzelhandelsumsätze genannt. Die Daten Ende 2012 stehen unter gemischten Vorzeichen. Ein gutes Omen dagegen gibt es für die zur Wochenmitte anstehenden Produktionszahlen. Einen Unsicherheitsfaktor stellen die oftmals volatilen Outputzahlen der Versorger dar. Eine warme Witterung könnte die Stromproduktion belastet haben. Hohe Aufmerksamkeit wird traditionell auch den ersten Stimmungsumfragen in der US-Industrie zuteil. Empire-State- und Philly-Fed-Index haben sich jüngst gegenläufig entwickelt. Bauzahlen sowie das vorläufige Michigan Sentiment für den Monat Januar runden das Konjunkturbild in dieser Woche ab. Für das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan liefern der IBD/TIPP- und der RBC-Index positive Indikationen. Die Konsensschätzung eines moderaten Anstiegs scheint daher realistisch. Die Erzeuger- und Verbraucherpreiszahlen werden nach unserem Dafürhalten kaum Einfluss auf das Marktgeschehen haben.
Aktienmärkte: Die Aktienmärkte konnten am Freitag von einer starken Performance bei Technologiewerten profitieren. Diese trugen dazu bei, dass sich der Index knapp in der Pluszone halten konnte. Unter dem Strich muss aber festgestellt werden, dass der Deutsche Leitindex nicht so richtig in Schwung kommen will, während andere Indizes wie der S&P 500 (höchster Stand seit 2007) und der Nikkei (höchster Stand seit 23 Monaten), um nur einige zu nennen, deutlich besser unterwegs sind. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuten auf eine freundliche Eröffnung hin. Im weiteren Wochenverlauf nimmt die US-Quartalsberichtssaison richtig Fahrt auf, wenn am Mittwoch u.a. J-P. Morgan (im Konsensus wird mit einem EPS in Höhe von 1,17 $ gerechnet, die Flüsterschätzungen gehen von 1,26 $ aus), Goldman Sachs (3,65 vs. 3,64) und Ebay (0,69 $) ihr Zahlenwerk präsentieren. Am Donnerstag folgen Bank of America (0,02 vs. 0,23), Blackrock (3,69 vs. 3,65), Intel (0,45 vs. 0,44), Amex (1,06) und Citigroup (0,97). Am Freitag werden GE (0,43), Schlumberger (1,08) und State Street (1,00) auf der Agenda stehen. Hierzulande wird man am Freitag die Hauptversammlung von ThyssenKrupp mit Spannung verfolgen. Anzumerken ist auch, dass am Freitag kleiner Verfalltermin an der Eurex sein wird und es im Vorfeld zu kleineren Verwerfungen kommen könnte.
Charttechnik: Das charttechnische Bild hat sich in den vergangenen Tagen nicht wesentlich verändert. Erst wenn die Widerstandszone bei 7.769/7.789/7.796 Zählern nach oben herausgenommen wird, kann sich eine neue Aufwärtsimpulswelle entwickeln.
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