Equity Daily

Aktienmärkte in abwartender Haltung - Alcoa mit optimistischem Ausblick / Hilfspaket für Zypern verzögert sich

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Einzig relevante Datenveröffentlichung ist heute die Industrieproduktion in Deutschland. Die Zuwachsdynamik hat sich im Verlauf des Jahres 2012 abgeschwächt und im vierten Quartal droht ein dickes Minus, die gesamtwirtschaftliche Leistung der Bundesrepublik zu belasten. Im Oktober wurden bereits ein äußerst schwacher Produktionswert und ein Minus von 2,6 % gegenüber dem Vormonat gemeldet. Die Vorgaben für die heute anstehende Produktion des Monats November sind gemischt. Zum einen sind auf der Habenseite Anstiege im ifo-Geschäftsklima und ein Plus bei den Einzelhandelsumsätzen zu nennen, zum anderen sank der deutsche Export im November so stark wie seit einem Jahr nicht mehr und liefert eine negative Indikation. Es dürfte schwierig werden, den negativen Quartalsauftakt der Produktion zu kompensieren. Gegenüber der Konsensschätzung eines Plus von 1,0 % im Monatsvergleich sehen wir kein positives Überraschungspotenzial. Vor diesem Hintergrund dürften die Zinssenkungserwartungen im Hinblick auf die morgige EZB-Ratssitzung zwar erhalten bleiben, wir rechnen aber zunächst mit einer Politik der ruhigen Hand.

Aktienmärkte: Das Bild an den Aktienmärkten änderte sich auch am Dienstag nicht wesentlich. Der deutsche Leitindex präsentierte sich weiterhin Lust- und Impulslos. Erneut zählten Aktien aus dem Bankensektor zu den Gewinnern. Positiv wirkten noch immer die am Wochenende gelockerten Liquiditätsanforderungen. Merck stellte mit einem Kursplus von 2,43 % jedoch den Dax- Tagesgewinner dar. Auf der Verliererseite fanden sich Versicherungspapiere sowie BMW, Lanxess und die Lufthansa wieder. Die Vola hat sich wieder etwas zurückentwickelt und fiel, gemessen am V-Dax, temporär unter die 15er-Marke zurück. Gespannt schauen Marktteilnehmer nun auf den gestern, mit dem Zahlenwerk von Alcoa eröffneten US-Reigen von Quartalsberichten. Alcoa der Konzern kehrte in die Gewinnzone zurück und gab zugleich einen optimistischen Ausblick. Nicht zuletzt deshalb fallen die Vorgaben für den heutigen Handelstag freundlich aus. Von welcher Seite heute Marktimpulse kommen werden, ist jedoch fraglich.

Charttechnik: Auf die auf den heutigen Tag fallende Fibonacci-Zeitzone beim Dax hatten wir in den letzten Tagen bereits hingewiesen. Kurzfristig bedenklich würde die Situation aber erst, wenn die Supportmarke von 7.607 Zählern unterschritten wird. Sollte es dazu auf absehbare Zeit kommen, wäre ein Rücksetzer in den Bereich von 7.400 Zählern nicht auszuschließen. Hinweise darauf, dass die technische Situation derzeit als nicht mehr idealtypisch einzustufen ist, liefern verschiedene, negative Divergenzen bei den Oszillatoren. Auch beginnen die eher kurzfristigen gleitenden Durchschnitte nach unten zu drehen. Entsprechend findet sich aktuell kein ausreichend gutes Chance- und Risikoprofil.



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