Helaba Marktkommentare aus dem Handel – Marktkommentar Renten

Trading - Range: 142.52-143.43 / Tendenz: weiter schwach

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Mit weiter abnehmender Risikoaversion fanden Bundesanleihen zum Jahresauftakt nur wenig Zuspruch. Die Abschläge fielen bei jedoch nur geringen Umsätzen recht beachtlich aus. Neben der vorübergehenden Umschiffung der fiskalischen Klippe in den USA kurz vor Toresschluss trugen auch gute Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten zur größeren Risikoneigung bei. Während der Arbeitsmarkt weiter Anzeichen einer moderaten Besserung zeigt, überraschte auch der deutliche Anstieg der Auftragseingänge langlebiger Güter (+0.7 %/ex Transport +1.6 %) positiv.

Die Renditen qualitativ hochwertiger Staatsanleihen sind in den ersten drei Handelstagen des neuen Jahreskräftig angestiegen. Ein Grund dafür war sicherlich auch das hawkische Protokoll der letzen FOMC- Sitzung. Hier wurde überraschend über die Beendigung der Anleihekäufe schon in diesem Jahr debattiert. Dagegen machten die Rentenmärkten der EU- Peripherie weiter Boden gut. Der Zinsvorsprung 10-jähriger spanischer (5.02 %), portugiesischer (6.17 %) und italienischer Papiere (4.25 %) ermäßigte sich gegenüber deutschen Staatstiteln. Staatspapiere aus Frankreich (2.13 %) und Belgien (2.24 %) zeigten sich gut behauptet.

US- Treasuries tendieren zum Wochenschluss unverändert und können sich aber heute in Fernost angesichts Gewinnmitnahmen an den Aktienmärkten etwas erholen.

Der Bund- Kontrakt (142.88)verlor 36 Stellen, Bobl (126.59) und Schatz (110.625) gingen 10 Ticks tiefer bzw. unverändert aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 1.53 %,der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 147 BP aus. 10-jährige US- Treasuriesrentieren bei 1.89 %, der JGB- Future (143.39) verliert 5 Ticks. Der Euro verbilligt sich auf 1.305 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 92.81 Dollar.

Zum Wochenauftakt stehen nur Daten aus der zweiten Reihe auf dem Fahrplan. Veröffentlicht werden das Sentix- Investorenvertrauen(-14.2 nach -16.8) im Januar sowie die Erzeugerpreiseder Eurozone(-0.2 %/2.4 %) für November. Im Wochenverlauf richtet sich dann das Augenmerk auf Stimmungsindikatorender Eurozonesowie Auftragseingängeund Produktionszahlenin der deutschen Industrie. Zentrales Thema sind jedoch die Notenbanksitzungenvon Bank of Englandund EZBam Donnerstag. In beiden Fällen wird mit einer weiter abwartenden Haltung gerechnet.

Am Primärmarkt versteigern die Niederlande, Österreich, Deutschland, Spanien und Italien in dieser Woche Staatsanleihen im Volumen von insgesamt 18-25 Mrd. Euro. Zum Auftakt treten morgen die Holländer mit einer neuen 3- jährigen DSL im Volumen von 3-3.5 Mrd. Euro sowie Österreich mit Aufstockungen von 10- und 50-jährigen Papieren in Höhe von jeweils 1-1.5 Mrd. Euro an. Nach der Versteigerung einer neuen 5- jährigen Bundesobligation im Volumen von 5 Mrd. Euro wird es dann in der zweiten Wochenhälfte mit 2-, 3- und 13 jährigen Bonos im Volumen von 3.5-4.5 Mrd. Euro sowie BTPs über 4-6 Mrd. Euro spannend. Belgien komplettiert den Emissionsreigen mit inflationsindizierten OLOs im Volumen von 0.5-1 Mrd. Euro.

Das amerikanische Schatzamt versteigert 3-, 10- und 30- jährige Papiere im Volumen von insgesamt 31.5-34 Mrd. USD. Großbritannien ist mit 27- jährigen Gilts (1.25 Mrd. GBP) am Start.

Die CRH begab einen 12- jährigen französischen Covered Bond im Volumen von 1 Mrd. Euro bei Midswap +46 BP.

Technik:

Der Bund- Future setzte seine Abwärtsbewegung mit hoher Dynamik fort. Im Verlauf konter er sich jedoch stabilisieren und schloss (142.88) 36 Stellen unter Vortagsniveau. Auf Wochensicht summierten sich die Verluste auf 264 Ticks. Die Indikatoren im Tageschart sind nach Süden gerichtet. Auf Wochenbasis hat sich das Bild deutlich eingetrübt, der Aufwärtstrend bei 142.44 ist jedoch noch intakt.

Unterstützungen liegen bei 142.52 (Tief v. 04.01.), 142.44 (Wochentrend), 142.25 (50 %- Retracement von 138.41 bis 145.17) und 141.72 (Oktober- Hoch/Monatschart).

Widerstände sehen wir bei 143.15/19 (38.2%- Retracement von 144.17 bis 142.52/Tief v. 03.01.), 143.43 (Hoch v. 04.01), 143.54 (61.8 %), 143.80 (Tief v. 19.12.) und 143.94 (Tief v. 02.01.),

Unterstützungen 142.52 / 142.44 / 142.25

Widerstände 143.16/19 / 143.43 / 143.54



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