FX Daily

Börsentäglich: Markteinschätzung und Prognose rund um Devisen

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Eurogruppe, EZB und IWF beschließen niedrigere Zinsen, längere Laufzeiten sowie Schuldenrückkaufprogramm für Griechenland und geben Notkredit von 43,7 Mrd. EUR frei; Schuldenstand soll 2020 auf 124 % des BIPs und 2022 unter 110 % gesenkt werden.

In den USA ist der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter im Oktober von Interesse. Im September steht ein Gesamtauftragsplus von rev. 9,8 % zu Buche und insofern könnte es zu einer Korrektur kommen. Allerdings ist zu beachten, dass der Flugzeughersteller Boeing nach Saisonbereinigung einen leichten Zuwachs der Bestellungen beitragen kann, ungeachtet des kräftigen Plus im September. Vor diesem Hintergrund erachten wir die Konsensschätzung eines Vormonatsminus als zu pessimistisch. Aufgrund des hohen Einflusses der Großaufträge werden die Marktteilnehmer vor allem den Bestellungen ohne den Transportsektor Beachtung schenken. Hier konnte der Septemberwert mit einem Anstieg von 2,0 % überzeugen. Dies war das erste Plus nach drei Rückgängen in Folge. Sollte auch hier der Konsens mit einem Anstieg positiv überrascht werden, würden Konjunktursorgen reduziert.

Im Tagesverlauf stehen das Verbrauchervertrauen an sowie der Richmond-Fed-Index. Das Verbrauchervertrauen steht unter leicht positiven Vorzeichen. Zwar haben sich andere Stimmungsumfragen jüngst nicht einheitlich entwickelt, diese konnten sich in den letzten Monaten aber mehrheitlich stärker befestigen als die Befragung des Conference Boards. Ein gewisses Nachholpotenzial scheint zu bestehen, eine positive Überraschung gegenüber der Marktschätzung erwarten wir jedoch nicht. Die Industrieumfrage der Richmond-Fed dagegen steht unter gemischten Vorzeichen. Im Philadelphia-Distrikt sank der Novemberumfragewert deutlich, was im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Wirbelsturms Sandy steht. Auch der Fed-Bezirk New York wurde getroffen, allerdings zeigen die Ergebnisse zu den Sturmauswirkungen, dass der Effekt deutlich geringer war. Folgerichtig verbesserte sich der New-York-Fed-Index leicht, verharrte aber in negativem Terrain. Beim Richmond-Fed-Index erwarten wir, dass die Sturmschäden den Novemberwert gedrückt haben. Zudem ist das „fiscal cliff“ als latenter Belastungsfaktor zu nennen. Ein deutlich aufgehellter nationaler Einkaufsmanagerindex erscheint so nicht wahrscheinlich.

EUR-USD: Die Einigung der Eurogruppe auf neue Griechenland-Hilfen wurde am Devisenmarkt mit Aufschlägen für den Euro goutiert. Das kurzfristige technische Umfeld bleibt konstruktiv und Marktteilnehmer haben das Hoch von Ende Oktober (1,3023) im Visier. Die mittelfristige Richtungsentscheidung wird jedoch erst in der Zone 1,3141/72 gefällt. Trading-Range: 1,2900 – 1,3050.



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