FX Daily
Japan: Spekulationen über weiter geldpolitische Maßnahmen der BoJ stärken Aktienmärkte. US-Märkte und andere asiatische Indizes mit deutlichen Abschlägen.
Frankreich: BIP wächst im dritten Quartal um 0,2 %, stärker als erwartet.
Konjunktursorgen sind in Europa seit längerem präsent und heute wird sich zeigen, inwieweit Deutschland sich der Rezession im südlichen Europa entziehen kann. Die jüngsten Produktionsund Auftragszahlen der deutschen Industrie haben die Erwartungen an das deutsche Wachstum bereits geschmälert, was nicht zuletzt auch in den schwachen Stimmungsindikatoren (ZEW-Index, PMIs, ifo-Geschäftsklima) zum Ausdruck kam. Ungeachtet der gesunkenen Septemberwerte scheint ein kleines BIP-Plus im Quartalsvergleich möglich, da sich sowohl die Exporte als auch die Produktion im Quartalsdurchschnitt erhöht haben. Der Einzelhandel hingegen deutet auf einen sich abschwächenden Konsum hin. Auch in anderen großen Euro-Volkswirtschaften stehen die BIP-Zahlen heute an und um 11:00 Uhr folgt der Wert für das BIP-Wachstum der Eurozone. Spanien hatte vorläufig bereits ein Schrumpfen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität um 0,4 % gemeldet. Inzwischen wird nur noch ein Minus von 0,3 % erwartet. Frankreich meldete heute Morgen leichtes Wachstum und Italien wird wohl den fünften BIP-Rückgang in Folge verbuchen. Die Produktion signalisiert hier zumindest ein geringeres Minus als im zweiten Quartal und der Außenhandel liefert einen positiven Beitrag. Per saldo steckt die Eurozone weiter in der Rezession. Neben den wichtigen europäischen Wachstumsraten richtet sich der Blick auf die ersten Stimmungsindikatoren in der US-Industrie im laufenden Monat. Sowohl der Fed-Distrikt New York als auch derjenige von Philadelphia wurden vom Wirbelsturm Sandy an der Ostküste getroffen. Insofern sehen wir das Risiko enttäuschender Stimmungswerte. Auch die wöchentlichen Daten zu Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe oder zum Verbrauchervertrauen könnten negativ beeinflusst werden. Vor diesem Hintergrund bleiben konjunkturelle Sorgenfalten den USA erhalten und Inflationsentwicklungen stehen aktuell nicht im Fokus. Die gestern veröffentlichten Erzeugerpreise zeigen, dass ein breiter Preisdruck aktuell nicht zu erkennen ist. Insgesamt erwarten wir moderate Preissteigerungen auch auf der Verbraucherebene, im Rahmen der Konsensschätzungen.
EUR-USD: Das technische Umfeld hat sich wenig verändert und die Trendfolger stehen weiterhin im Verkauf. Datenseitig dürfte die Risikoaversion heute tendenziell verstärkt werden und so rechnen wir mit neuerlichen Kursverlusten des Euros. Trading-Range: 1,2661 – 1,2800.
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