Fitch: größte Gefahr für Spaniens Rating ist eine Verschärfung der Rezession

Trotz guter US-Vorgaben handeln japanische Indizes uneinheitlich um Vortagsniveau

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins unverändert gelassen. Auch der Einlagensatz und der Spitzenrefinanzierungssatz wurden nicht verändert. Zudem gab es keine neuen Erkenntnisse in Bezug auf das mögliche Eingreifen der EZB am Sekundärmarkt für Staatsanleihen. Nach wie vor erfüllen Spanien und Italien nicht die Voraussetzung eines offiziellen Hilfegesuchs an die EU. Auf der Pressekonferenz betonte EZB-Chef Draghi die weiterhin angespannte Lage an den Finanzmärkten und die konjunkturelle Schwäche vor allem im Süden der Eurozone. Die Situation an der Preisfront habe sich nicht entschärft, gleichwohl erwarte die EZB im Verlauf der kommenden Monate ein Absinken der Teuerungsrate. Die Inflationserwartungen seien noch immer fest verankert. Datenseitig gilt die größte Aufmerksamkeit heute den US-Arbeitsmarktzahlen. Noch in der letzten Woche war die Skepsis über die Wirtschaftsentwicklung in den USA gestiegen, die jüngsten Datenveröffentlichungen haben die konjunkturellen Sorgen aber tendenziell gemildert. So legten die ISM-Indizes (Einkaufsmanagerbefragungen) zu und auch aktuelle Arbeitsmarktindikatoren fielen robust aus. So liegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den letzten beiden Wochen bei rund 365 Tsd. und der ADP-Report zeigte im September einen Stellenaufbau von 162 Tausend. Daher scheint sich ein leicht positives Überraschungspotenzial bei dem heutigen offiziellen Arbeitsmarktbericht zu geben. Leicht zulegen dürfte die Arbeitslosenquote.

Aktienmärkte: Die positive Stimmung bei der Dax-Eröffnung am Freitag war nur von kurzer Dauer. Nach dem erreichten Tageshoch von 7.374 Zählern kannte der deutsche Leitindex nur noch eine Richtung – nach unten. Gründe dafür waren mehrere auszumachen. Allen voran ist die vorhandene Verunsicherung im Hinblick auf die Situation Spaniens zu nennen. So hatte sich z.B. die Rating-Agentur Fitch geäußert, dass die größte Gefahr für das Rating des Landes in Form einer Verschärfung der Rezession bestünde. Zudem sagte der Notenbankchef, dass man über zusätzliche Maßnahmen nachgedacht werden müsste, um die Defizitziele zu erreichen. Die erfolgreiche Auktion von Staatsanleihen (zu niedrigeren Konditionen) beeinflusste das Sentiment hingegen kaum. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuten auf eine verhaltene Eröffnung hin. Der Wochenchart zeigt, dass sich ein sogenannter „inside bar“ abzeichnet, welcher allgemein als positives Zeichen verstanden wird. Dem stehen die nach wie vor nach unten gerichteten Indikatoren und vor allem ein deutlich nachlassendes Momentum gegenüber. Unter dem Strich muss damit gerechnet werden, dass sich die laufende Konsolidierung fortsetzt und zunächst ein Test der unteren Begrenzung bei 7.220 Zählern ansteht. Spätestens an dieser Marke wird eine Richtungsentscheidung fallen. Hält der Support, kann der DAX zunächst bis zur Marke von 7.465 Punkten klettern. Hält die Unterstützung nicht, droht ein Rücksetzer bis in den Bereich der Clusterzone von 6.931 Punkten.



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