Börsentäglich: Markteinschätzung und Prognose rund um Devisen

USA: J. Bullard (Fed) sieht keinen 2012 Handlungsbedarf der Geldpolitik; Wirtschaftsentwicklung ist aber "on track".

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die Nervosität an den Finanzmärkten ist vor dem Hintergrund der neu entflammten EWU-Schuldenkrise groß und die heute anstehenden Konjunkturzahlen dürften kaum in der Lage sein, die hohe Risikoaversion einzufangen. Mit Spannung erwarten die Marktauguren zunächst die ZEW-Salden zu den Konjunkturerwartungen und zu den Lageeinschätzungen. Von Dezember bis März war insbesondere der Erwartungssaldo deutlich gestiegen und hatte mit 22,3 Punkten den höchsten Wert seit Juni 2010 erreicht. Mit dem Ansteigen des ZEW-Indikators (Mittelwert aus Erwartungs- und Lagesaldo) ist in der Regel ein deutlich aufgehelltes Konjunkturszenario für Deutschland verbunden. Die Vorgaben für den April sind allerdings getrübt. So verringerten sich die Werte für die Wirtschaftserwartungen und die aktuellen Lageeinschätzungen in der Sentix-Befragung. Eine Verbesserung des ZEW-Saldos der Konjunkturerwartungen ist daher nicht wahrscheinlich. Letztlich kann sogar eine leichte Enttäuschung gegenüber der Konsensschätzung nicht ausgeschlossen werden, wodurch die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer wohl weiter nachlassen würde.

In den USA steht die Industrieproduktion im Fokus, und auch hier gibt es ein gewisses Enttäuschungspotenzial. Zwar hat sich die Produktionskomponente des ISM-Industrieindexes im März verbessert und sie liegt mit 58,3 Punkten deutlich in der Expansionszone, allerdings mahnt der Index der geleisteten Arbeitsstunden zur Vorsicht und auch der Versorger-Output dürfte aufgrund der milden Witterung schwach ausfallen. Vor diesem Hintergrund erscheint uns die bei 0,3 % liegende Konsensschätzung zu optimistisch. Die Zahlen zu den Baubeginnen- und Genehmigungen werden unseres Erachtens keine größeren Verbesserungen anzeigen und insofern ebenfalls nicht in der Lage sein, Konjunkturoptimismus zu schüren. Vor diesem Hintergrund wird wohl die Diskussion über ein weiteres Stimulierungsprogramm der US-Notenbank (QE3) fortgesetzt.

EUR-USD: Anhaltende Risikoaversion im Zusammenhang mit den Sorgen um die Entwicklung der spanischen Wirtschaftskraft setzten den Euro zunächst unter Druck. Positive Konsumdaten in den USA aber brachten eine Euro-Erholung mit sich. Das technische Umfeld bleibt aber getrübt und das Risiko, dass die Zone 1,2974/1,3004 unterschritten wird, bleibt bestehen. Weitere Haltemarken finden sich bei 1,2945 und 1,2858. Angesichts des fundamentalen Enttäuschungspotenzials am heutigen Tag sehen wir die Stabilisierung des Euros als vorübergehend an. Trading-Range: 1,2995 – 1,3149.



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