Ägypten: Neues Subventionssystem führt zu noch mehr Weizenimporten

Pressemeldung der Firma HANSA Terminhandel GmbH

Das kürzlich geänderte Subventionssystem für ägyptischen Weizen wird in der dortigen Landwirtschaft kontrovers diskutiert. Landwirte werden zukünftig wohl kaum noch Weizen anbauen, wenn sie zu Weltmarktpreisen produzieren müssen. Dann müsste das bevölkerungsreichste Land Afrikas noch mehr Dollars für die Versorgung mit Lebensmittel ausgeben.

Anfang November teilte die Regierung in Kairo mit, dass sie nicht länger bereit sei, den Anbau von Weizen derart umfangreich zu fördern. Das bisherige System hatte dazu geführt, dass Landwirte in großem Umfang Importweizen als eigene Ernte angegeben und dafür Subventionen erschlichen haben.

Die ägyptischen Farmer wollen aber nicht etwas produzieren, woran sie nichts verdienen können, so Verbandsvertreter. Da die Saat für die nächste Ernte schon gelegt ist, wird sich ein Anbaurückgang erst im kommenden Jahr auswirken.

Ägypten ist bereits jetzt der größte Weizenimporteur der Welt, der Importbedarf könnte jetzt aber noch deutlich zunehmen und die staatlichen Geldreserven in Fremdwährungen werden zügig abnehmen. In 2015/16 wird Ägypten rund 11,5 Mio. Tonnen Weizen importieren, so die Schätzung des USDA.

Die Versorgung mit Weizen war und ist in Ägypten ein politisch sensibles Thema. In 1977 als der damalige Präsident Anwar Sadat die Subventionen für Brot kürzte, brachen Unruhen aus. Vor 5 Jahren gingen die Menschen in Kairo und anderen ägyptischen Metropolen auf die Straße und protestierten gegen Hosni Mubarak für „Brot, Freiheit und soziale Gerechtigkeit“.

Die jetzige Regierung unter Abd al-Fattah as-Sisi will nun den Farmern die Subventionen für Weizen teilweise in bar auszahlen und am Weltmarkt zu günstigeren Preisen kaufen. Damit will man dem chronischen Schmuggel und Subventionsbetrug begegnen. Vor der offiziellen letztjährigen ägyptischen Weizenernte von 5,3 Mio. Tonnen waren wohl rund 1 Mio. Tonnen aus dem Ausland importiert, so private Schätzungen.



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