Frühzeitig für den Pflegefall vorsorgen
Der demografische Wandel ist unaufhaltsam: 2060 ist jeder siebte Deutsche über 80 Jahre alt. Dem statistischen Bundesamt zufolge leben bereits heute allein in Deutschland 2,5 Millionen Pflegebedürftige. Bis zum Jahr 2050 sind es rund 4,5 Millionen. „Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein oder sogar zum Pflegefall zu werden“, erklärt Markus Deutsch, Vorsorgeexperte der SV SparkassenVersicherung (SV). Pflegevorsorge wird also immer wichtiger.
Pflegeleistungen sind allerdings teuer: Laut dem jüngsten Pflegereport der Barmer GEK vom November 2013 betragen die durchschnittlichen Kosten für die Pflege bei einem Mann ungefähr 42.000 Euro; bei einer Frau liegen sie sogar bei 84.000 Euro. Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung übernimmt nur rund die Hälfte der Pflegekosten. Die andere Hälfte muss der Pflegebedürftige selbst aufbringen. Für diese sogenannte Versorgungslücke haftet übrigens jeder mit seinem gesamten privaten Vermögen – also auch dem Ersparten, dem Auto und dem Eigenheim. Bei vielen Pflegebedürftigen reichen die eigenen Mittel nicht aus, um diese Lücke zu schließen. In diesen Fällen müssen die Kinder oder sogar die Enkelkinder für die Pflege der Eltern oder der Großeltern aufkommen. Markus Deutsch erklärt: „Die Pflegepflichtversicherung kann nur eine Teilkaskoversicherung sein. Durch private Eigenvorsorge kann man vermeiden, im Pflegefall auch noch zum Armutsfall zu werden oder die eigenen Kinder zu belasten“
Versorgungslücke durch private Vorsorge schließen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, für den Pflegefall privat vorzusorgen: Eine Pflegerentenversicherung zahlt je nach Pflegestufe eine monatliche Rente, sobald man pflegebedürftig wird. Bei einer Pflegekostenversicherung werden die gesetzlichen Leistungen um einen vertraglich festgelegten Prozentsatz aufgestockt. Bei einer Pflegetagegeldversicherung wiederum gibt es je nach Pflegestufe einen individuell vereinbarten Tagessatz – unabhängig von den tatsächlich entstandenen Kosten. Auch der Staat hat die Wichtigkeit der zusätzlichen Pflegevorsorge erkannt und fördert deshalb seit Januar 2013 private Pflegezusatzversicherungen. Bei der sogenannten Förderpflege, auch Pflege-Bahr genannt, liegt der Eigenbeitrag des Versicherungsnehmers bei mindestens zehn Euro pro Monat, der Staat bezuschusst diese Zusatzversicherung mit fünf Euro im Monat. Jeder, der 18 Jahre alt ist und noch keine Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung bezieht, kann eine solche private, staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließen. Markus Deutsch merkt an: „Die geförderte Pflegezusatzversicherung ist ein wichtiger Baustein zur Entlastung zukünftiger Generationen. Dieser ist alleinig jedoch nicht ausreichend für eine vollständige Schließung der Versorgungslücke. Je früher mit der eigenen Pflegevorsorge begonnen wird, desto mehr kann für später angespart werden und das drohende Defizit in der Versorgung geschlossen werden.“
Links: Checkliste der UKV: Was tun im Pflegefall http://www.ukv.de/…
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