Villeroy & Boch: Zwischenbericht zum 2. Quartal 2013
Ergebnisziele für Gesamtjahr 2013 bestätigt, Umsatzsteigerung am unteren Ende des Korridors erwartet (+ 3 %)
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Umsatz mit 359,8 Mio. € im ersten Halbjahr um 1 % unter Vorjahr
EBIT mit 11,9 Mio. € auf Vorjahresniveau, Konzernergebnis um 13 % verbessert
Vertragsunterzeichnung zur Veräußerung der Immobilie Gustavsberg (Schweden) im Juni 2013 erfolgt
Umsatz leicht unter Vorjahr
Der Villeroy & Boch-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2013 einen Nettoumsatz in Höhe von 359,8 Mio. € und lag damit 0,9 % unter dem Vorjahreswert von 363,2 Mio. €. Der Nettoumsatz auf dem deutschen Markt lag mit 103,3 Mio. €6,2 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der Auslandsumsatz betrug 256,5 Mio. € (Vorjahr: 265,9 Mio. €). Die Weltwirtschaft zeigte sich im ersten Halbjahr dieses Jahres uneinheitlich. Während in Asien und den USA sowie auch in Deutschland die Wirtschaftsentwicklung leicht stieg, ist die Konjunkturentwicklung in den für Villeroy & Boch wichtigen Märkten der Euro-Zone weiter rückläufig. Grund dafür ist die andauernde Staatsschuldenkrise und die damit einhergehende Unsicherheit hinsichtlich des finanzpolitischen Kurses der betroffenen Länder. In Zentraleuropa führten darüber hinaus die witterungsbedingten Einschränkungen zu einem Einbruch der Bautätigkeit und zu einer weiteren Dämpfung der Beschäftigung.
EBIT stabil, Konzernergebnis verbessert
Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) desVilleroy & Boch-Konzerns betrug zum Ende des ersten Halbjahrs11,9 Mio. € und lag damit auf Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis verbesserte sich von 4,5 auf 5,1 Mio. € (+ 13,3 %).
Vertrag zum Verkauf der Immobilie Gustavsberg (Schweden) unterzeichnet
Im Juni 2013 wurde der Vertrag zum Verkauf der Immobilie Gustavsberg (Schweden) unterzeichnet. Die Veräußerung der Immobilie erfolgt in mehreren Tranchen, vorbehaltlich der Rechtskraft des Bebauungsplans, der für die Errichtung von Wohnimmobilien durch den schwedischen Investor Ikano Bostad notwendig ist. Die Ertragsrealisierung wird vertragsgemäß in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 erwartet. Der Gesamtertrag kann sich auf bis zu 17 Mio. € belaufen. Eine erste Teilrealisierung ist im vierten Quartal dieses Jahres vorgesehen.
Entwicklung in den Unternehmensbereichen
Der Unternehmensbereich Bad und Wellness erreichte im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 234,0 Mio. € und lag damit 11,3 Mio. € bzw. 4,6 % unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.
Der Umsatzrückgang resultierte vorwiegend aus den Auswirkungen der Euro-Finanzkrise sowie dem lange anhaltenden Winterwetter in Europa und Russland. Letzteres wirkte sich negativ auf die Baukonjunktur aus, sowohl im Neubau- als auch im Renovierungsbereich. Beispielhaft hierfür waren die Umsatzrückgänge in Russland (- 29,0 %) und in den Niederlanden (- 15,4 %).
Positiv entwickelte sich der Umsatz dagegen in Schweden (+ 13,4%). Die Umsatzentwicklung in Deutschland zeigte sich mit einem Wachstum von + 0,7 % stabil.
In China führte u.a. eine höhere Besteuerung auf den Verkauf von Immobilien zu einer Verlangsamung im Projektgeschäft, so dass ein Umsatzrückgang von 14,8 % zu verzeichnen war. Zur besseren Erschließung des Retailgeschäfts ist der Aufbau eines eigenen Lagers in China vorgesehen. Eine erfreuliche Umsatzentwicklung zeigte sich hingegen in Australien (+ 28,7 %)
In Nordamerika verläuft der Distributionsaufbau in der Vertriebspartnerschaft mit TOTO USA planmäßig. Der Umsatzrückgang in den USA (- 43,8 %) war hauptsächlich auf den Verkauf der Marke St. Thomas Creation zurückzuführen. In Mexiko (- 28,8 %) lag die Ursache für den verminderten Umsatz größtenteils in dem im Vorjahr gezielt erfolgten Ausstieg aus dem lokalen Projektgeschäft mit niedriger Marge.
Der Unternehmensbereich Tischkultur erzielte im Berichtszeitraum Januar bis Juni 2013 einen Umsatz von 125,8 Mio. € und lag damit um 7,9 Mio. € bzw. 6,7 % über dem Vorjahreswert.
Zu dieser positiven Entwicklung trug insbesondere die Umsatzsteigerung in Deutschland in Höhe von 18 % bei. Gründe hierfür waren u.a. die erfreuliche Entwicklung von Produktneuheiten wie „Mariefleur Gris“ und „Cooking Elements“, Erfolge aus der Intensivierung im Aktions- und Impulsgeschäft sowie die Eröffnung weiterer Einzelhandelsgeschäfte. Im Ausland wurden in Osteuropa (+ 24,3 %), in Russland (+ 22,2 %), in der Schweiz (+ 12,6 %), in Österreich (+ 10,4 %) und in Großbritannien (+ 6,8 %) wesentliche Umsatzzuwächse erzielt. In Italien (+ 1,6 %) und Spanien (- 0,7 %) konnten Rückstände aus dem ersten Quartal des laufenden Jahres im zweiten Quartal mehr als ausgeglichen bzw. fast kompensiert werden. Rückläufige Umsatzerlöse zeigten sich in Australien (- 4,0 %) und in Frankreich (- 2,7 %).
Investitionen
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013 investierte der Villeroy & Boch-Konzern 4,2 Mio. € (Vorjahr: 11,2 Mio. €). Davon entfielen 2,9 Mio. € bzw. 69 % auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness. Für das Gesamtjahr 2013 erwarten wir aufgrund von zeitlichen Verschiebungen Investitionen in Höhe von 26 Mio. €.
Ausblick für das Geschäftsjahr 2013
„Fakt ist: Angesichts unserer ehrgeizigen Ziele können wir mit der Umsatzentwicklung nicht zufrieden sein. Allerdings hatten wir vorausschauend eingeplant, dass die ersten sechs Monate vom schwierigen konjunkturellen Umfeld belastet werden. Deshalb liegt das Abschneiden im Rahmen unserer Erwartungen, dort allerdings am unteren Ende“, so Frank Göring, Vorsitzender des Vorstands der Villeroy & Boch AG.
„Für das Gesamtjahr 2013 gehen wir weiterhin von einer Umsatzsteigerung aus. Diese wird jedoch am unteren Ende des bisher prognostizierten Korridors liegen, also bei + 3 %. Beim operativen EBIT erwarten wir unverändert einen Anstieg, der deutlich über der prognostizierten Umsatzsteigerung, das heißt über 5 %, liegen wird“, bekräftigt Göring.
Erreicht werden sollen die Umsatz- und Ergebnisziele durch die intensiv fortgeführten Investitionen in die wachstumsstarken Märkte (insbesondere Asien) sowie durch Vertriebsmaßnahmen in den gesättigten Märkten Europas. Darüber hinaus werden die Rationalisierungsanstrengungen in der Fertigung sowie in den Abläufen und Strukturen von Verwaltung, Logistik und Vertrieb fortgesetzt.
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