Equity Daily

Aktienmärkte: Bild bleibt sehr fragil / China: Aktien mit schwächster Tagesbilanz seit rund einem Monat - Einkaufsmanagerindex (HSBC) enttäuscht

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Erwartungen einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank waren in der letzten Woche geschürt worden, nachdem sich einige EZB-Ratsmitglieder zu Wort gemeldet hatten. Anscheinend besteht bei der EZB eine gewisse Neigung zu einer Zinssenkung, falls sich die Datenlage in der Eurozone weiter eintrübt. Vor diesem Hintergrund erhalten die Stimmungsindikatoren des laufenden Monats eine besonders hohe Aufmerksamkeit. Den Auftakt gibt heute Frankreich nicht nur mit dem INSEE-Geschäftsklimaindex sondern auch mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes der Industrie und des Servicesektors. Für Deutschland und die Eurozone folgen die Vorabschätzungen der PMIs im Verlauf des Vormittags. Die Indikationen sind nicht einheitlich. Die Erwartungen an die Stimmungswerte sollten angesichts der andauernden Schuldenkrise und der strukturellen Probleme der Peripherievolkswirtschaften nicht zu hoch gesteckt werden. In den USA stehen heute Daten im Kalender, die eher der zweiten Reihe zuzuordnen sind. Der Richmond-Fed-Index liefert einen weiteren Hinweis, inwieweit die Stimmung der US-Industrie z. B. von den staatlichen Ausgabenkürzungen (Sequester) belastet ist. Zusammen mit anderen regionalen Umfragen ergeben sich Hinweise auf den kommenden ISM-Index. Die Neubauverkäufe werden mit einem leichten Anstieg erwartet, was nach dem Plus bei den Eigenheimverkäufen realistisch erscheint.

Aktienmärkte: Der deutsche Aktienmarkt zeigte zu Wochenbeginn, im frühen Geschäft, Erholungstendenzen. Die Börse in Tokio konnte am Montag deutlich zulegen, auch der Fakt, dass die Wall Street am Freitag leicht im Plus geschlossen hatte, erwies sich in dieser Phase als hilfreich. Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA, insbesondere vom Immobilienmarkt, sorgten am Nachmittag dafür, dass ein Großteil der Kursgewinne wieder abgegeben wurde. Dies unterstreicht erneut, dass die Aktienmärkte angeschlagen sind. Unter den Einzeltiteln waren vor allem die Papiere von Henkel Vz. (+3,02 %) und Daimler (+1,76 %) gefragt, während die Commerzbank mit einem Abschlag in Höhe von 4,47 Prozent Inhaber der roten Laterne war. Der Dax wird heute nahezu auf dem Vortagesschlusskurs-Niveau in den Handel starten. Der schwächer als erwartet ausgefallene, vorläufige Einkaufsmanagerindex von HSBC drückte an den asiatischen Märkten auf die Stimmung während sich die Wall Street in der Pluszone halten konnte. Auch heute werden die Augen auf die US-Unternehmensberichte gerichtet sein – allen voran trifft dies auf Apple (im Konsensus wird mit einem EPS in Höhe von 10,07 $ gerechnet, die Flüsterschätzungen gehen von 10,56 $ aus) zu. Darüber hinaus stehen Xerox (0,24 vs. 0,25), Delta Airlines (0,06 vs. 0,06), Du Pont (1,52 vs. 1,59), RF Micro Devices (0,05 vs. 0,05), Broadcom (0,56 vs. 0,58), Amgen (1,84 vs. 1,90) und ATT (0,21 vs. 0,20) auf der Agenda. Charttechnik: Bemerkenswert ist vor allem, dass der Dax gestern erneut an der wichtigen Widerstandsmarke von 7.537 Zählern gescheitert ist. Diese Marke stellt damit auch die obere Begrenzung einer kleinen Konsolidierungsphase dar. Ob es gelingt diese heute auf der Oberseite zu verlassen erscheint mehr als fraglich, da der Markt aktuell offensichtlich nicht über ausreichend Schwungkraft verfügt, um die Erholungsbewegung auszudehnen. Umso länger dieser Zustand anhält, umso wahrscheinlicher wird eine erneute Beschleunigung der Abwärtsimpulsbewegung, deren erstes Kursziel 7.380 Punkte lautet.



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