China: HSBC-PMI sinkt im April nach vorläufigen Angaben auf 50,5 Punkte von 51,6
Asiens Aktienmärkte tendieren überwiegend schwächer
Erwartungen einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank waren in der letzten Woche geschürt worden, nachdem sich einige EZB-Ratsmitglieder zu Wort gemeldet hatten. Anscheinend besteht bei der EZB eine gewisse Neigung zu einer Zinssenkung, falls sich die Datenlage in der Eurozone weiter eintrübt. Vor diesem Hintergrund erhalten die Stimmungsindikatoren des laufenden Monats eine besonders hohe Aufmerksamkeit. Den Auftakt gibt heute Frankreich nicht nur mit dem INSEE-Geschäftsklimaindex sondern auch mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes der Industrie und des Servicesektors. Für Deutschland und die Eurozone folgen die Vorabschätzungen der PMIs im Verlauf des Vormittags. Die Indikationen sind nicht einheitlich. Während die Befragungen der Finanzmarktteilnehmer (ZEW- und sentix-Umfragen) schwächer ausfielen, wird die Wirtschaftsaktivität tendenziell durch die fallenden Rohstoffpreise entlastet. Dennoch: Die Erwartungen an die Stimmungswerte sollten angesichts der andauernden Schuldenkrise und der strukturellen Probleme der Peripherievolkswirtschaften nicht zu hoch gesteckt werden. Da seit Wochen aber die konjunkturellen Datenveröffentlichungen tendenziell enttäuscht haben, dürften die Finanzmarktteilnehmer von stabilen oder leicht erholten PMIs stärker überrascht sein, als von einem weiteren Absinken der Werte. In den USA stehen heute Daten im Kalender, die eher der zweiten Reihe zuzuordnen sind. Der Richmond-Fed-Index liefert einen weiteren Hinweis, inwieweit die Stimmung der US-Industrie z. B. von den staatlichen Ausgabenkürzungen (Sequester) belastet ist. Zusammen mit anderen regionalen Umfragen ergeben sich Hinweise auf den kommenden ISM-Index. Parallel zu dem Industrieindex wird auch eine Umfrage im Dienstleistungsgewerbe der Region Richmond durchgeführt, die analog Indikationen für den ISM-Serviceindex des laufenden Monats liefert. Die Neubauverkäufe werden mit einem leichten Anstieg erwartet. Überraschungen auf der Oberseite sind nach dem kleinen Minus bei den Eigenheimverkäufen nicht zu erwarten.
EUR-USD: Der Euro startete per saldo schwächer in die neue Woche und bleibt so in Reichweite der unteren Begrenzung der seit längerem vorherrschenden Range (1,30 – 1,32). Auf mittlere Sicht ist es ratsam, einen Ausbruch aus dieser Seitwärtstendenz abzuwarten. Ein Bruch der 1,30er Marke dürfte Niveaus um 1,28 zur Folge haben und ein Anstieg über 1,32 wäre wohl mit Kursen jenseits von 1,33 verbunden. Im Tageschart sinkt der Stochastic unterhalb seiner Signallinie, während MACD und DMI unverändert im Kauf stehen. Ausschlaggebend könnte sein, dass die PMIs Zinssenkungserwartungen nicht nochmals verstärken. Trading-Range: 1,2968 – 1,3100.
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