FX Daily
Beige Book: Konjunkturerholung setzt sich im moderaten Tempo fort, gestützt von wachsender Nachfrage in den Bereichen Herstellung, Immobilien und Autos / Asiens Aktienmärkten tendieren nach schwachen US-Vorgaben überwiegend tiefer
Das datenseitige Interesse richtet sich heute in die USA, denn in der Eurozone sind keine relevanten Veröffentlichungen im Kalender zu finden. In den USA steht zunächst die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Fokus. Der offizielle Arbeitsmarktbericht im März wurde weitgehend mit Enttäuschung aufgenommen, da zum einen weniger neue Stellen geschaffen wurden als erwartet und zum anderen die Partizipationsrate gesunken ist. Des Weiteren zeigte die Stundenlohnstagnation, dass die Lage am Arbeitsmarkt noch immer nicht zufriedenstellend ist. Ende März stiegen auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 388 Tsd. In der ersten Aprilwoche ist die Zahl aber auf 346 Tsd. gefallen und so dürfte der heutige Wert den konjunkturellen Pessimismus nicht verstärken, wenn das niedrige Vorwochenniveau bestätigt wird. Wie die Grafik verdeutlicht, ist ein Niveau von 350 Tsd. Erstanträgen in der Vergangenheit mit BIP-Wachstumsraten eher um die Marke von 3 % verbunden gewesen als mit den aktuell zu beobachtenden rund 2 %. Weitere Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft liefern die Stimmungsumfrage der Fed in Philadelphia und der Index der Frühindikatoren des Conference Boards. Beim Philly-Fed-Index sollte die Erwartung nicht zu hoch gesteckt werden, da das Pendant der New-York-Fed deutlicher sank als erwartet. Immerhin hielt sich der Empire-State-Index im positiven Terrain. Der Index des Conference Boards steht unter gemischten Einflüssen. Dämpfend wirken der deutliche Rückgang der Baugenehmigungen sowie der schwache ISM-Indexwert zu den Lieferzeiten.
EUR-USD: Ungeachtet der freundlichen technischen Ausgangslage scheiterte der Euro daran, die Marke von 1,32 zu überwinden. Letztlich sank er sogar unter die 100-Tagelinie zurück, sodass diese erneut als Hindernis anzusehen ist. Datenseitig dürften vor allem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe das Potenzial haben, den EUR-USD-Kurs nochmals zu belasten. Unterstützungen sehen wir um 1,30, 1,2960 und 1,2924 (200-Tagelinie). Trading-Range: 1,2924 – 1,3120.
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