Equity Daily

Aktienmärkte im Rückwärtsgang / US-Beige Book: Die US-Wirtschaft setzt Erholung in moderatem Tempo fort

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

In den USA steht zunächst die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Fokus. Der offizielle Arbeitsmarktbericht im März wurde weitgehend mit Enttäuschung aufgenommen, da zum einen weniger neue Stellen geschaffen wurden als erwartet und zum anderen die Partizipationsrate gesunken ist. Des Weiteren zeigte die Stundenlohnstagnation, dass die Lage am Arbeitsmarkt noch immer nicht zufriedenstellend ist. Ende März stiegen auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 388 Tsd. In der ersten Aprilwoche ist die Zahl aber auf 346 Tsd. gefallen und so dürfte der heutige Wert den konjunkturellen Pessimismus nicht verstärken, wenn das niedrige Vorwochenniveau bestätigt wird. Ein Niveau von 350 Tsd. Erstanträgen ist in der Vergangenheit mit BIPWachstumsraten eher um die Marke von 3 % verbunden gewesen als mit den aktuell zu beobachtenden rund 2 %. Weitere Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft liefern die Stimmungsumfrage der Fed in Philadelphia und der Index der Frühindikatoren des Conference Boards. Beim Philly-Fed-Index sollte die Erwartung nicht zu hoch gesteckt werden. Der Index des Conference Boards steht unter gemischten Einflüssen. Dämpfend wirken der deutliche Rückgang der Baugenehmigungen sowie der schwache ISM-Indexwert zu den Lieferzeiten.

Aktienmärkte: Der Dax musste gestern einen deutlichen Abschlag hinnehmen, obwohl der Index mit einem leicht positiven Unterton gestartet war und in der Folge das Tageshoch bei 7.722 Zählern markiert wurde. Im weiteren Verlauf setzte ein sehr massiver Kursrutsch ein. Innerhalb von 50 Minuten verlor der Dax rund 200 Punkte. Zunächst herrschte Rätselraten über die Gründe. Zum einen wurde die Nachricht, dass Israel von Raketen getroffen wurde angeführt, zum anderen spielten natürlich auch charttechnische Aspekte eine wesentliche Rolle, insbesondere nachdem die Haltemarke bei 7.680 Zählern unterschritten wurde. Stopp- und Programmverkäufe beschleunigten die Abwärtsimpulsbewegung nochmals. Unter dem Strich konnte sich der Dax im Tagesverlauf nur noch temporär erholen. In den letzten Tagen hatten wir an dieser Stelle bereits mehrfach auf das angeschlagene Gesamtbild hingewiesen. Vor allem die mehrfach vorhandenen, negativen Divergenzen hatten zur Vorsicht gemahnt, bzw. verdeutlicht, dass die technische Situation des Dax nicht idealtypisch verlief. Auch der Umstand, dass auf Basis der 55-Tage-Linie ein mittelfristiger Abwärtstrend vorherrschte, zog ein negatives Chance- und Risikoprofil nach sich. Nach dem gestrigen Tag überrascht es nicht, dass sich die Situation nochmals verschlechtert hat. Insbesondere der Fakt, dass nun auch die 100-Tage-Linie nachhaltig unterschritten wurde, unterstreicht diese These. Entsprechend muss der Blick weiter nach unten gerichtet werden. Eine sehr wichtige Unterstützung im Bereich der 7.537er-Marke wurde bereits gestern unterschritten. Dort fallen eine Fibonacci-Projektion und ein Swing Level aufeinander, was deren Tragweite unterstreicht. Sollte der Bruch nochmals bestätigt werden, lautet die nächste Kurszielmarke 7.381 Punkte. Dabei handelt es sich um das 61,8%-Retracement aus der Bewegung vom Hoch bei 8.074 und dem Tief bei 6.990 Zählern. Auch die vielbeachtete 200-Tage-Linie sollte erwähnt werden. Diese verläuft aktuell bei 7.367 Zählern. Die Indikation für den heutigen Handelsstart deutet auf eine minimal höhere Eröffnung des Dax hin. Zuletzt fanden die USQuartalsberichte große Beachtung, dies wird auch heute der Fall sein, wenn u.a. Microsoft, Google, IBM, Morgan Stanley und AMD die Bücher öffnen.



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