Equity Daily
Dow Jones markiert neues Rekordhoch / Zypern: Troika einigt sich mit dem Land auf Rettungspaket
In Europa haben sich die konjunkturellen Perspektiven eingetrübt, die Verunsicherung an den Finanzmärkten bleibt erhalten. Aber auch in den USA hat manche Datenveröffentlichung enttäuscht – beispielsweise der Einkaufsmanagerindex der Industrie. Daher werden die Marktteilnehmer die wirtschaftlichen Erwartungen in den USA heute erneut auf den Prüfstand stellen und vor allem den ISM-Serviceindex sowie den ADP-Report beachten. Bezüglich der Arbeitsmarktentwicklung sind die Indikationen robust. Sollte auch der heute anstehende ADP-Report mit einem stabilen Wert aufwarten, dürfte es beim offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag zu einer Fortsetzung des kräftigen Beschäftigungsaufbaus kommen. Die Konsensschätzung für den ADP-Report erscheint weitgehend realistisch. Die Vorgaben für den ISM-Serviceindex sind gemischt. Aufgrund des hohen Niveaus von 56,0 Punkten im Februar sehen wir einen Rückgang als wahrscheinlich an. Per saldo sollte der Serviceindex komfortabel in der Expansionszone liegen. Bemerkenswert wird auch im Dienstleistungsgewerbe der Beschäftigungsindex sein. Der betreffende Beschäftigungsindex lag in den letzten beiden Monaten jeweils oberhalb von 57 Punkten und damit auf einem so hohen Niveau wie zuletzt 2006. In der Eurozone steht die vorläufige Inflationsrate des Monats März auf der Agenda. Ein nachlassender Preisdruck in Deutschland und Spanien deutet auf einen ebenfalls sinkenden gesamteuropäischen Wert hin.
Aktienmärkte: Die Aktienmärkte legten gestern eine nicht für möglich gehaltene Performance an den Tag. Wie aus dem Nichts kletterte der Dax gestern deutlich um schließlich mit einem Plus in Höhe von 1,91 % aus dem Handel zu gehen. Nicht ganz einfach ist die Frage nach dem Warum zu beantworten. Sicherlich kann davon ausgegangen werden, dass die Märkte die Ereignisse in Zypern mittlerweile weitestgehend verarbeitet haben. Eindeutiges Zeichen dafür ist die Tatsache, dass es offensichtlich niemanden interessierte, dass der Finanzminister des Landes zurücktrat.
Darüber hinaus konnte in der Vergangenheit festgestellt werden, dass die Aktienmärkte zu Monats- bzw. Quartalsbeginn eine sehr gute Entwicklung vorzuweisen haben. Die Hoffnung auf eine baldige Regierungsbildung in Italien beflügelte zudem. Auch Short-Eindeckungen spielten eine wichtige Rolle. Spätestens mit dem Überwinden der 7.873er-Widerstandsmarke setzten diese ein. Heute ist mit einem etwas leichteren Dax-Start zu rechnen. Im weiteren Tagesverlauf wird vor allem der US-ISM-Index für den Dienstleistungssektor die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Charttechnik: Der Dax konnte gestern die zuvor unterschrittenen Retracements bei 7.809 bzw. 7.878 Zählern eindrucksvoll zurückerobern. In der Folge wurde der so wichtige untere Rand des High-Low Channels wieder überschritten. Auch das Bild der Indikatoren konnte sich aufhellen, wenngleich es für eine generelle Entwarnung noch zu früh ist. Insbesondere das nicht idealtypische Preis- Umsatzverhältnis ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Die nächste, sehr wichtige Widerstandsmarke findet sich bei 7.980 Zählern. Darüber hinaus sind die Marken von 8.033 und 8.074 Punkten beachtenswert. Auf der Unterseite wirkt die Zone von 7.880/7.850 Punkten unterstützend.
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