Equity Daily

Stimmung an den Aktienmärkten bliebt grundsätzlich positiv / Nikkei deutlich im Plus - US-Bankenstresstest - Nur ein Institut von 18 fällt durch

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die Europäische Zentralbank setzt die Politik der ruhigen Hand fort. So hat sie weder das Leitzinsniveau noch ihre Haltung zu den außergewöhnlichen Liquiditätsmaßnahmen verändert. Zudem lieferte EZB-Präsident Draghi keine konkreten Hinweise auf eine baldige Reduzierung der Leitzinsen, womit einige Marktteilnehmer gerechnet hatten. Im Gegensatz zur EZB knüpft die Fed ihre Politik an ein klares wirtschaftliches Ziel. Sie will an ihrer extrem lockeren Geldpolitik so lange festhalten, bis die Arbeitslosenquote auf mindestens 6,5 % gesunken ist. Vor diesem Hintergrund spielen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt eine besonders wichtige Rolle. Heute steht der offizielle Arbeitsmarktbericht zur Veröffentlichung an, und die Vorgaben sind per saldo freundlich. Die Beschäftigungskomponente des ISM-Serviceindexes liegt auf hohem Niveau, der ADP-Report meldet ein Stellenplus in der Privatwirtschaft von knapp 200 Tsd. und der Vierwochendurchschnitt der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe liegt mittlerweile unterhalb von 360 Tsd. Dies ist mit einem moderaten Aufbau neuer Stellen vereinbar. Die Konsensschätzung von 163 Tsd. könnte übertroffen werden und die Arbeitslosenquote sinken. Selbst wenn es zu dieser Entwicklung kommen sollte: Spekulationen über eine vorzeitige Beendigung der Anleihekäufe wird es wohl kaum geben.

Aktienmärkte Der Dax konnte sich am Donnerstag zwar in der Pluszone halten, die Schwankungsbreite fiel aber sehr bescheiden aus. Bis um 13 Uhr betrug die Range lediglich 30 Punkte. Erst nach der Entscheidung der Bank of England, das Volumen der Wertpapierkäufe unverändert zu belassen und nach der EZB-Pressekonferenz nahm die Bewegungsdynamik geringfügig zu. Insgesamt ist es relativ normal und auch gesund, dass der deutsche Leitindex nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Tage auch mal Luft holen muss um neue Kraft für einen neuerlichen „Angriff“ auf die 8.000er-Marke zu schöpfen. Was dem Dax gestern noch verwehrt blieb – ein neues Mehrjahres- oder Allzeithoch zu generieren, ist hingegen einigen Einzelwerten gelungen – so kletterten die Papiere der Münchener Rück und von Continental auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2007, SAP war so teuer wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr, ein neues Allzeithoch wurde u.a. bei Adidas, Talanx, Brenntag, Hannover Rück, und Merck ausgebildet. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag deuten auf eine leicht freundliche Eröffnung hin. Am Nachmittag werden vor allem die Zahlen zum US-Arbeitsmarkt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Charttechnik: Im Tageschart des Dax hat sich gestern ein sogenanntes „bearish harami pattern“ ausgebildet, was die kurzfristige Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der temporären Korrekturbewegung erhöht. Nicht zuletzt lieferte der lange Docht an der Vortages-Kerze bereits erste Hinweise in diese Richtung. Auch der Fakt, dass die letzte Anstiegsbewegung sehr steil verlief spricht insgesamt für die aufgestellte These. Es steht somit die Frage im Raum, bis in welche Regionen diese führen könnte. Ein erstes Fibonacci-Retracement findet sich bei 7.820 Zählern, das 50%-Retracement-Level liegt bei 7.770 Zählern.



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