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Aktienmärkte in den USA und in Asien streben weiter nach oben / Japan: Economic-Watchers-Ausblick deutlich besser bei 57,7 nach 56,5.
Die Europäische Zentralbank hat erwartungsgemäß das Leitzinsniveau nicht verändert, obwohl die Wachstumsprojektionen 2013 leicht nach unten revidiert wurden. Auf der Pressekonferenz gab Mario Draghi keinen klaren Hinweis auf eine baldige Zinssenkung, wenngleich die konjunkturellen Risiken noch immer auf der Unterseite gesehen wurden. Letztlich rechnet die EZB im Verlauf des Jahres mit einer wirtschaftlichen Belebung. Im Hinblick auf mögliche Anleihekäufe der EZB gab es keine neuen Informationen. Wiederholt wurde die Forderung, die Reformanstrengungen fortzuführen und die Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen.
Datenseitig richtet sich der Blick zunächst auf die deutsche Industrieproduktion. Vor dem Hintergrund der verbesserten Indikatoren wie ifo-Geschäftsklima und Industrie-PMI ist ein moderater Anstieg des Ausstoßes wahrscheinlich. Allerdings mahnen die unerwartet schwachen Auftragseingänge zur Vorsicht. Zeitgleich gibt die EZB das wöchentliche LTRO-Rückzahlungsvolumen bekannt. Größere Marktauswirkungen im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichtes dürfte dies aber nicht haben. Die Vorgaben für die Beschäftigungsentwicklung in den USA sind positiv. So schwankten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um die Marke von 350 Tsd. und signalisieren anhaltenden Stellenaufbau. Zudem liefert der ADP-Report für den Monat Februar sehr freundliche Indikationen. Der Arbeitsmarktdienstleister berichtete im Februar ein Plus von 198 Tsd. Stellen, womit die Konsensschätzung übertroffen wurde. Gegenüber der durchschnittlichen Schätzung für den Stellenzuwachs im offiziellen Arbeitsmarktbericht von 163 Tsd. hat sich somit ein leicht positives Überraschungspotenzial aufgebaut. Neben der Beschäftigungsveränderung wird auch die Entwicklung der Arbeitslosenquote beachtet, denn die Fed hat ihre Nullzinspolitik an das Ziel geknüpft, die Arbeitslosenquote auf mindestens 6,5 % zu drücken. Bei Beibehaltung der aktuellen Dynamik dürfte dieses Ziel nicht vor Mitte 2014 erreicht werden. Insofern sollte ein Rückgang der Quote auch nicht zu verstärkten Spekulationen auf ein baldiges Ende der QE-Maßnahmen führen, da mit den automatischen Ausgabenkürzungen („fiscal cliff“) die Gefahr besteht, dass der Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten zusätzlichen Belastungen ausgesetzt wird.
EUR-USD: Haupttreiber wird der US-Arbeitsmarktbericht sein und wir sehen vor dem Hintergrund der unverändert schwachen Verfassung des Euros einen tendenziell belastenden Einfluss robuster Daten. Ein erneuter Test der Zone um 1,30 kann nicht ausgeschlossen werden. Die jüngsten Tiefs sind bei 1,2965/67 zu finden. Trading-Range: 1,3000 – 1,3163.
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