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Aktienmärkte in Asien tendieren trotz guter US-Vorgaben schwächer / China: Staatliches Institut fordert straffere Geldpolitik
Eines haben die italienischen Parlamentswahlen gezeigt: Die Euro-Krise ist noch nicht beendet und die Verunsicherung der Marktteilnehmer bleibt hoch, solange keine glaubwürdige Strukturpolitik durchgeführt wird. Dies gilt nicht nur für Italien sondern für alle EWU-Länder. Das drohende Patt in Italien wird die Marktteilnehmer auch heute wohl noch davon abhalten, in den Risk-on-Modus zu wechseln. Derweil stehen interessante Datenveröffentlichungen im Kalender: Zunächst sind das italienische Wirtschaftsvertrauen und das Economic Sentiment zu nennen. Insbesondere das Wirtschaftsvertrauen in Italien (ISTAT) könnte dabei für Aufmerksamkeit sorgen. Angesichts verbesserter Stimmungsumfragen in Deutschland und Frankreich sowie einem im Trend gestiegenen PMI in Italien ist einen Anstieg wahrscheinlich. Ob der allerdings so kräftig ausfällt, dass die zurückgekehrte Verunsicherung über Italien verdrängt werden kann, ist fraglich. Positiv sind angesichts der oben erwähnten Indikatoren auch die Vorgaben für das Economic Sentiment der EU-Kommission. Überraschungspotenzial auf der Oberseite machen wir jedoch nicht aus. In den USA dürfte es bei den wichtigen Zahlen zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter eher zu Enttäuschungen kommen. Der Flugzeughersteller Boeing hat im Januar lediglich zwei Orders bekommen und so wird der Gesamtwert der Bestellungen deutlich ins Minus gedrückt. Ohne den Transportsektor wird ein kleines Plus erwartet. Der zweite Tag der Anhörung von Fed-Chef Bernanke vor dem USKongress wird dagegen wenig Überraschendes mit sich bringen, denn bereits gestern dämpfte Bernanke Erwartungen eines frühen Ausstiegs aus dem Treasury-Kaufprogramm. Die Arbeitsmarktlage sei immer noch inakzeptabel und die jüngste Konjunkturschwäche erschwere die Erholungstendenzen; zudem sei kein Preisdruck vorhanden.
EUR-USD: Von den politischen Tiefschlägen konnte sich der Euro kaum erholen und so kämpft er noch immer mit dem 38,2 %-Retracement des Anstiegs seit Juli 2012 (1,3074). Die Unterstützung um 1,30 hat aber zunächst gehalten. Vor dem Hintergrund der belastenden Indikatorenlage und dem Risiko enttäuschender US-Zahlen ist ein erneuter Test der 1,30er Zone aber nicht ausgeschlossen. Darunter eröffnet sich Raum bis 1,2886. Damit drohte eine Korrekturausdehnung bis zum 61,8 %-Level bei 1,2680. Trading-Range: 1,3000 – 1,3145.
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