Rohstoffreport – Update
Rohstoffe entwickeln schon seit geraumer Zeit keine wirkliche Aufwärtsdynamik mehr. So scheint der Ausbruch des TR/JCRB-Index aus dem seit Herbst 2011 bestehenden engen Seitwärtskanal in den vergangenen Wochen einmal mehr gescheitert zu sein. Obwohl die Korrelation zu anderen Risikoanlagen nicht mehr so hoch ist wie in den letzten Jahren, haben Rohstoffe für Finanzinvestoren als alternatives Investment an Attraktivität verloren. Das erhoffte Diversifikationspotenzial war eben in entscheidenden Phasen nicht zu realisieren. Neben dieser Enttäuschung stellt auch eine gewisse Sättigung der Finanzinvestoren bei gleichzeitig zunehmender Fragwürdigkeit der Idee des Superzyklus eine strukturelle Belastung dar. Konjunkturelle Impulse werden in den kommenden Quartalen wahrscheinlich auch nicht für einen Befreiungsschlag sorgen.
Makroökonomische Faktoren werden angesichts einer in China und den USA inzwischen eher auf Sicht fahrenden und nicht mehr so kompromisslos wachstumsfördernden Wirtschaftspolitik bei den meisten Rohstoffen zu Gunsten der fundamentalen Entwicklung an den physischen Märkten weiter an Gewicht verlieren. Auch von der Eurozone und Japan sind hier keine spektakulären Einflüsse zu erwarten. Jenseits von geopolitischen und klimatischen Risiken ist gleichzeitig in der Breite für die kurze und mittlere Sicht keine ernst zu nehmende Knappheit auszumachen. Somit dürfte der Aufwärtsspielraum der meisten Rohstoffnotierungen weiterhin begrenzt sein.
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