FX Daily
Aktienmärkte in Japan ziehen kräftig an - Yen mit neuen Kursverlusten / EZB: Weidmann hält Euro nicht für überbewertet - Warnung vor Währungskrieg
Im Datenkalender finden sich heute zunächst der französische Leistungsbilanzsaldo und die britischen Verbraucherpreise. Beide Daten werden kaum in der Lage seien, nachhaltigen Einfluss auf das Marktgeschehen zu nehmen. Die Inflationsrate im Vereinigten Königreich wird zwar vermutlich für eine geraume Zeit auf erhöhtem Niveau liegen, die Notenbanker sind sich dessen aber bewusst und der zukünftige Gouverneur der Bank von England ließ bislang keine Zweifel daran aufkommen, dass angesichts der lahmen Konjunktur weitere geldpolitische Lockerungen möglich bleiben. Der zur Wochenmitte anstehende Inflationsbericht der Bank von England wird sich entsprechend in diesem Spannungsfeld bewegen müssen.
In der Eurozone tritt der EZB-Chef vor das spanische Parlament und trifft zu Konsultationen mit Ministerpräsident Rajoy zusammen. Mario Draghi wird vermutlich die bisherigen Reformanstrengungen Spaniens loben und die Erwartung äußern, dass im Verlauf des Jahres eine wirtschaftliche Wende einsetzt. Er dürfte jedoch auch die Position des EZB-Rates wiederholen, wonach die Regierungen der Euromitgliedsländer weiterhin gefordert sind, Strukturreformen voranzutreiben, um einerseits die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und andererseits die öffentlichen Haushalte zu sanieren. Wesentliche Neuerungen bezüglich des geldpolitischen Ausblicks, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Zinssenkung der EZB im März, erwarten wir nicht. Auch dürfte es keinerlei Festlegung auf potenzielle Käufe von spanischen Staatsanleihen geben, die über die Beschlüsse des EZB-Rates hinausgehen.
In den USA steht der Stimmungsindex der kleinen und mittelständischen Unternehmen (NFIB) des abgelaufenen Monats im Kalender. Eine leichte Verbesserung wird erwartet, denn der Subindex zu den Einstellungsabsichten der Unternehmen legte im Januar zu. Insofern dürfte das Szenario einer konjunkturellen Belebung, wie es beispielsweise in der ISM-Umfrage in der Industrie zum Ausdruck kam, bestätigt werden.
EUR-USD: Die fundamentalen Daten werden den Euro heute kaum beeinflussen und auch Mario Draghi wird unseres Erachtens keine wesentlichen Erkenntnisse liefern. Daher werden Marktteilnehmer wieder verstärkt auf das technische Umfeld achten. Kurzfristig ist dies noch von Risiken geprägt, denn im Tageschart sind Indikatoren wie MACD und Stochastic auf Südkurs. Aufgrund der unterstützenden Wochentechnik und des intakten Aufwärtstrendkanals werten wir aber die jüngsten Tendenzen noch immer nur als Korrektur eines Aufwärtsimpulses. Eine Ausdehnung der Korrektur sollte maximal das 61,8%-Level bei 1,3271 erreichen, um den positiven Mittelfristtenor nicht in Frage zu stellen. Trading-Range: 1,3300 – 1,3430.
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