Börsentäglich: Markteinschätzung und Prognose rund um Devisen

Aktienmärkte in Asien tendieren nach gemischten US-Vorgaben uneinheitlich / Euro im Vorfeld der EZB-Entscheidung leicht erholt

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Heute stehen Produktionszahlen in Spanien, Großbritannien und Deutschland auf dem Programm. Allerdings sollten die Dezemberzahlen für wenig Marktbewegung sorgen, denn das Jahr 2012 ist beendet und Marktteilnehmer wissen bereits, dass das vierte Quartal – auch in Deutschland – von Schwäche geprägt war. Mit Blick auf das Jahr 2013 scheint die Industrie aber wieder Fuß zu fassen – darauf lassen konjunkturelle Frühindikatoren schließen. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der Beruhigung an den Finanzmärkten gibt es keinen Grund für die europäischen Währungshüter, auf ihrer heutigen Ratssitzung von der Politik der ruhigen Hand abzurücken. EZB-Präsident Mario Draghi dürfte vielmehr von Stabilisierungstendenzen bei diversen Stimmungsindikatoren und verbesserten Finanzierungsbedingungen in der EWU-Peripherie sprechen. Die Konjunkturrisiken sind aus Sicht der EZB zwar weiterhin abwärts gerichtet, dennoch geht die Zentralbank von einer allmählichen Konjunkturerholung im Verlauf dieses Jahres aus. Sollte Draghi zudem keine Signale geben, dem latenten Aufwärtsdruck der Geldmarktzinsen infolge der Rückzahlung der Langfristtender (LTRO) entgegenzuwirken, dürfte der Euro an Wert gewinnen, während deutsche Staatsanleihen unter Abwertungsdruck geraten könnten. Im Gegensatz zur EZB treten die Notenbank in Japan und den USA weiterhin aufs Gaspedal, und auch bei der Bank von England kann angesichts der wirtschaftlich labilen Situation des Landes ein erneutes Anleihekaufprogramm innerhalb der nächsten sechs Monate nicht ausgeschlossen werden. Für heute sind allerdings keine geldpolitischen Veränderungen zu erwarten.

EUR-USD: Die EZB-Ratssitzung könnte sich tendenziell stützend auf den Euro auswirken, nachdem er gestern erneut unter Abgabedruck geraten ist und im Tief bei 1,3493 handelte. Die ersten Widerstände lokalisieren wir an den Hochs der vergangenen zwei Tage bei knapp 1,36, sowie bei 1,3660 und 1,3711. Unterstützungen sind bei 1,3457 und 1,3438 anzutreffen. Letztere ist das 38,2 %-Retracement der Aufwärtsbewegung von 1,2997 (4. Januar) bis 1,3711 (1. Februar). Trading-Range: 1,3440 – 1,3600.



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