FX Dayli
Fitch will die Top-Bonität der USA nach der Fristverlängerung im Haushaltsstreit vorerst nicht zurücknehmen / Asiens Aktien tendieren trotz schwächerer US-Vorgaben überwiegend freundlich
Die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer ist in den letzten Tagen weiter gestiegen. So haben erfreuliche Konjunkturzahlen insbesondere in Deutschland und den USA sowie die hohen Rückzahlungen aus dem ersten Dreijahrestender der EZB zu einer fortgesetzten Marktberuhigung beigetragen. Inzwischen scheint ein gehöriges Maß an Zuversicht in den Kursen eskomptiert zu sein, sodass sich ein gewisses Korrekturpotenzial aufgebaut haben könnte. Heute stehen allerdings keine Konjunkturveröffentlichungen auf dem Programm, die die Marktstimmung nachhaltig dämpfen sollten. In den USA wird das Verbrauchervertrauen des Conference Boards veröffentlicht, das bereits im Vormonat unerwartet deutlich gesunken war. Dafür verantwortlich war unter anderem die bis dahin ungelöste Fiscal-Cliff-Problematik. Mit einer deutlichen Erholung ist im Januar nicht zu rechnen. Insbesondere das schwache Michigan Sentiment mahnt zur Vorsicht. Nach dem kräftigen Einbruch im Vormonat scheint aber die Konsensschätzung hinreichend pessimistisch, denn andere Umfragewerte, wie beispielsweise die TIPP- und RBC-Indizes, sind zuletzt gestiegen. Der Case-Shiller-Hauspreisindex dürfte im Vorjahresvergleich zulegen und damit auf die Erholung des Immobiliensektors aufmerksam machen. Dennoch könnte die Risikofreude im Wochenverlauf beeinträchtigt werden, da wir bei den ISM-Indizes und dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag Enttäuschungen ausmachen und die morgige FOMC-Sitzung mit einer unveränderten Geldpolitik wohl keine Euphorie hervorrufen wird. Entsprechend könnte sich der deutsche Rentenmarkt von seinen jüngsten Verlusten etwas erholen und der Euro wird unserer Einschätzung nach zunächst kein zusätzliches Anstiegspotenzial erhalten.
EUR-USD: Die EWU-Schuldenkrise scheint ihren Schrecken verloren zu haben. Inzwischen spiegelt auch der Eurokurs die Erwartung wider, dass das Schlimmste der Krise überwunden sein könnte. Auch wenn der heutige Datenkalender noch keinen Anlass für eine Gegenbewegung geben sollte, hat sich ein gewisses Korrekturrisiko aufgebaut. Das technische Umfeld bleibt indes positiv. Der intakte Juli-Aufwärtstrend und der Anstieg über den Bereich 1,3400/05 sind positiv hervorzuheben. Sollte jetzt noch das 2012er-Hoch bei 1,3487 überwunden werden, zeigt sich die nächste Hürde bei 1,3550. Dennoch mahnen wir davor, nach den bereits erzielten Gewinnen des Euros auf einen uneingeschränkten Kursanstieg zu setzen. Trading-Range: 1,3370 – 1,3500.
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