Japan: Maschinenaufträge stiegen im Oktober um 1,2 % VJ, stärker als erwartet

Globale Börsen überwiegend freundlich, Wall Street im Plus, DAX und EuroStoxx 50 mit neuen Jahreshochs

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Die Marktteilnehmer richten heute die gesamte Aufmerksamkeit auf die Entscheidung der US-Notenbank am Abend. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei die Frage, ob die Fed eine erneute Ausweitung der Anleihekäufe beschließt. Wir rechnen zunächst nicht damit, denn letztlich würde die US-Notenbank den Druck auf die politischen Parteien lindern, doch noch einen Kompromiss in der Frage des „fiscal cliff“ zu erzielen. In den kommenden Monaten kann man weitere Anleihekäufe der Fed aber nicht ausschließen, denn die Fed-Vertreter werden nicht müde, die zu hohe Arbeitslosigkeit und das nur moderate Wachstum zu beklagen. Sollten die Fiskalpolitiker wider Erwarten nicht zu einer Lösung kommen und die konjunkturelle Entwicklung im ersten Quartal einknicken, wäre die Fed wohl schnell zum Handeln bereit. Zumindest inflationsseitig bekommen die Geldpolitiker keinen Gegenwind für ihre extrem expansive Geldpolitik. Die ersten Indikationen für die Preisentwicklung im November liefern die Importpreise. Ein erneuter Rückgang der Ölnotierung wirkt entlastend und die Konsensschätzungen zu Monats- und Jahresveränderungsraten stufen wir angesichts dessen als realistisch ein. Wichtige Entscheidungen werden wahrscheinlich auch in Europa gefällt. Die EU-Finanzminister treffen sich zum Thema Bankenunion. Eine schnelle Entscheidung, die von einer breiten Zustimmung getragen wird, könnte im Vorfeld der Fed-Sitzung die Risikoaversion zurückdrängen. Datenseitig hat der Euroraum nicht viel zu bieten. Es sei aber erwähnt, dass die Konsensschätzung einer stagnierenden Industrieproduktion der Eurozone nicht als realistisch anzusehen ist. Zwar konnte Spanien ein Produktionsplus melden, die schwachen Ergebnisse in Deutschland, Frankreich und Italien werden unseres Erachtens aber ein deutliches Minus auch der Gesamtproduktion zur Folge haben.

EUR-USD: Der Euro hat sich befestigt – unter anderem wegen der mehrheitlichen Erwartung der Marktteilnehmer, dass die US-Notenbank heute nochmals eine Bilanzausweitung beschließt. Das Überraschungspotenzial scheint ungleich verteilt. Sollte die Fed zunächst stillhalten, würde sich der US-Dollar gegenüber dem Euro kurzfristig deutlich erholen, umgekehrt sollte der stützende Einfluss von zusätzlichen Treasury-Käufen begrenzt sein. Technisch hat sich die Situation im Tageschart verbessert. Hürden finden sich bei 1,3009/29 und 1,3127. Trading-Range: 1,2900 – 1,3048.



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