Equity Daily

Athen bekommt neue Hilfsmilliarden - Pleite des Landes vorerst vermieden / Troika gibt grünes Licht für spanische Bankenhilfe

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

In den USA ist der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter im Oktober von Interesse. Im September steht ein Gesamtauftragsplus von rev. 9,8 % zu Buche und insofern könnte es zu einer Korrektur kommen. Allerdings ist zu beachten, dass der Flugzeughersteller Boeing nach Saisonbereinigung einen leichten Zuwachs der Bestellungen beitragen kann, ungeachtet des kräftigen Plus im September. Vor diesem Hintergrund erachten wir die Konsensschätzung eines Vormonatsminus als zu pessimistisch. Aufgrund des hohen Einflusses der Großaufträge werden die Marktteilnehmer vor allem den Bestellungen ohne den Transportsektor Beachtung schenken. Hier konnte der Septemberwert mit einem Anstieg von 2,0 % überzeugen. Im Tagesverlauf stehen das Verbrauchervertrauen an sowie der Richmond-Fed-Index. Das Verbrauchervertrauen steht unter leicht positiven Vorzeichen. Die Industrieumfrage der Richmond-Fed dagegen steht unter gemischten Vorzeichen. Im Philadelphia-Distrikt sank der Novemberumfragewert deutlich, was im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Wirbelsturms Sandy steht. Auch der Fed-Bezirk New York wurde getroffen, allerdings zeigen die Ergebnisse zu den Sturmauswirkungen, dass der Effekt deutlich geringer war. Beim Richmond-Fed-Index erwarten wir, dass die Sturmschäden den Novemberwert gedrückt haben. Zudem ist das „fiscal cliff“ als latenter Belastungsfaktor zu nennen.

Aktienmärkte: Der Dax eröffnete die neue Woche mit moderaten Abschlägen, was angesichts der deutlichen Kursgewinne der vergangenen Tage, nicht überraschend kam. Hinzu kam, dass sich die Investoren im Zusammenhang mit dem EU-Finanzministertreffen und den damit verbundenen Unsicherheiten im Hinblick auf Griechenlandhilfen, bedeckt hielten. Die Diskussion um einen eventuellen Schuldenschnitt für Griechenland wirkte auch tendenziell abschreckend. Die Handelsumsätze fielen entsprechend sehr gering aus. In der Nacht haben sich die Eurogruppe und der IWF auf weitere Hilfsmilliarden für Griechenland verständigt. Von Mitte Dezember sollen Kredite in Höhe von fast 44 Milliarden Euro in vier Tranchen bis März ausgezahlt werden. Voraussetzung für die Auszahlung war die Einigung auf ein Maßnahmenpaket um eine neue Finanzierungslücke zu schließen. Immer wieder lohnt auch ein Blick auf Einzeltitel. So erreichten gestern Werte wie Allianz, Lufthansa, TUI, Jenoptik, Halloren Schoko, Marseille Kliniken und Bertrandt neue Jahres- bzw. Mehrjahreshochs, welche als prozyklisches Signal zu werten sind. Die Verständigung auf die Griechenlandhilfen wird heute dafür sorgen, dass der Dax mit einer freundlichen Note in den Handel startet. Im weiteren Verlauf werden die verschiedenen Konjunkturdaten die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Charttechnik: Für den Dax gilt es heute, die Widerstände in Form der 55-Tage-Linie und der oberen Begrenzung der Ichimoku-Wolke (7.284) hinter sich zu lassen. Dafür, dass dies nachhaltig gelingt, ist ein deutlicher Anstieg der Bewegungsdynamik notwendig. Das nächste Kursziel auf der Oberseite findet sich dann bei 7.394 Zählern. Auf der Unterseite ist der deutsche Leitindex bei 7.256, 7.216 und 7.196 Zählern unterstützt.



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