Marktkommentar Renten

Trading Range: 142.57-143.65 / Tendenz: uneinheitlich

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Schwache Aktienmärkte haben auch zum Wochenschluss den Aufwärtstrend am deutschen Rentenmarkt unterstützt. Die Produktionszahlen in Frankreich (-2.5 %/-2.7 %) sowie Italien (-1.5 %/-4.8 %) enttäuschten im September auf der ganzen Linie und verstärken die Konjunktursorgen.

Das griechische Parlament hat dagegen den um das Sparpaket erweiterten Haushalt für das kommende Jahr mit großer Mehrheit abgesegnet und damit einen weiteren Stein auf dem Weg zur Auszahlung der Hilfstranche aus dem Weg geräumt. Diese könnte sich jedoch bis Ende November hinziehen, wenn der vollständige Bericht der Troika vorliegen soll.

Bundesanleihen zeigten sich angesichts anhaltender Risikoaversion und eingetrübter Konjunkturperspektiven weiter von ihrer freundlichen Seite. Allerdings konzentrierte sich das Interesse nur auf lange Fälligkeiten und die Schwungkraft ließ nach den deutlichen Kurgewinnen in den vergangenen Tagen spürbar nach.

Auch an den Rentenmärkten der EU- Peripherie herrschte relative Ruhe. Der Zinsvorsprung 10-jähriger italienischer (4.96 %), spanischer (5.79%) und portugiesische Titel (8.55 %) weitete sich gegenüber Bundesanleihen allerdings über die gesamte Woche um 14, 27 bzw.43 BP aus. Staatspapiere aus Frankreich (2.12 %) und Belgien (2.30 %) hielten im gleichen Zeitraum ihren Abstand zu Bunds.

Der US- Bondmarkt präsentierte sich wie die Aktienbörsen nur wenig verändert. Nach der Wiederwahl von Barack Obama lähmt der Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern die Anleger.

Heute bleiben die Kreditmärkte wegen des Feiertages (Veteran Day) geschlossen.

Der Bund- Kontrakt(143.29) legte 15 Stellen zu, Bobl (126.62)und Schatz (110.87) gingen nahezu unverändert aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 1.33 %,der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 137 BP. 10-jährige US- Treasuriesrentieren unverändert bei 1.61 %,der JGB- Future (144.65) legt nach schwachen Wachstumszahlen im 3. Quartal (-0.9 %/-3.5 %)9 Stellen zu. Der Eurogibt auf 1.273 Dollar nach, der Preis für das Barrel Ölsteigt auf 86.4 Dollar.

In dieser Woche richtet sich die Aufmerksamkeit auf Preisdaten, Wachstumszahlen für das 3. Quartal und Stimmungsindikatoren dies- und jenseits des Atlantiks. Einzelhandelsumsätze und Produktionszahlen in den Vereinigten Staaten runden den Datenkranz ab. Der Focus liegt sicherlich auf dem ZEW- Index sowie den ersten Schnellschätzungen für das Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal aus Frankreich, Deutschland und der Eurozone.

Am Primärmarkt stocken die Niederlande am Dienstag 10-jährige DSL um 2-3 Mrd. Euro auf. Italien (4.5-6.5 Mrd. Euro BTP) und die Bundesrepublik Deutschland (5 Mrd. Euro Schätze) am Mittwoch sowie Frankreich (8.5-10 Mrd. Euro BTAN &OAT Linker) am Donnerstag schrauben das gesamte Emissionsvolumen auf stolze 19-23.5 Mrd. Euro. Großbritannien ist zudem in der zweiten Wochenhälfte mit 40-jährigen Gilts am Start. Es stehen kaum Tilgungen und Kuponzahlungen zur Wiederanlage zur Verfügung.

Die CFFbegab 10-jährige Obligations Foncieres im Volumen von 1 Mrd. Euro bei Midswap +74 BP.

Die 7-jährige Ländergemeinschaftsanleihe #41 wurde um 500 Mio. auf 1.5 Mrd. Euro bei Midswap + 6 BP aufgestockt.

Technik:

Der Bund- Future setzte seine Aufwärtsbewegung fort und schloss (143.29) 15 Stellen über Vortagsniveau. Auf Wochensicht summieren sich die Gewinne auf 134 Ticks. Der Ausblick bleibt konstruktiv, die Indikatoren auf Tagesbasis sind nach oben gerichtet. Auch auf Wochenbasis stehen die Ampeln auf „grün“.

Widerstände sehen wir bei 143.47 (Hoch v. 09.11.), 143.65 (Hoch v. 24.07.), 144.13 (Hoch v. 20.07.) und 144.49 (Hoch v. 23.07.).

Unterstützungen liegen bei 143.18 (Hoch v. 08.11.), 142.94 (Tief v. 09.11.), 142.57/56 (Tief v. 08.11./50 %- Fibonacci von 141.65 bis 143.47) und 142.35/30 (61.8 %/Hoch v.06.11.).

Unterstützungen 143.18 142.94 142.56

Widerstände 143.47 143.65 144.13

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