Equity Daily

Aktienmärkte atmen ein wenig durch / EU-Gipfel gibt den Takt vor

Pressemeldung der Firma Landesbank Hessen-Thüringen

Es ist soweit: Ein europäisches Gipfeltreffen, nicht nur im Fußball, zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Nach der klaren Absage an Eurobonds – die Frage ist, ob damit auch der Schuldentilgungsfonds gemeint ist – durch Bundeskanzlerin Merkel dürfte die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer gedämpft sein. Ein Scheitern des Gipfels können sich vor allem die Regierungschefs in Spanien und Italien aber nicht leisten und so bleibt abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise diskutiert oder beschlossen werden. Der jüngst von den „Großen Vier“ vorgestellte Wachstumspakt sollte jedenfalls nicht das einzige Ergebnis sein. Dieser hatte schon am Wochenende kaum einen Marktteilnehmer überzeugt.

Aktienmärkte: Der Aktienmarkt übte sich am Mittwoch zunächst in Zurückhaltung, wenngleich sich die Stimmung ein wenig aufhellte. Offensichtlich ist, dass sich kaum ein Marktteilnehmer dem „Ereignisrisiko“ im Hinblick auf den Ausgang des Euro-Gipfels aussetzen will bzw. wollte. Auf dieser Basis drängte sich im frühen Geschäft der Eindruck auf, dass einige der Kursbewegungen eher zufällig zustande gekommen sind. Nach einer Kaufempfehlung war das Papier von K+S besonders gesucht und führte mit einem Kursplus von 6,9 % die Gewinnerliste an. Auch die Aktie von E.ON (+4,25 %) stand in der Gunst der Anleger weit oben. Grundsätzliche Käufe im defensiven Versorger-Sektor und technische Gründe waren dafür ursächlich. Inhaber der roten Laterne war die Fresenius-Aktie (-2,68 %), nachdem die geplante Übernahme von Rhön zu platzen droht. Nachdem der Dax zuletzt mehrfach nicht in der Lage war, den Widerstandsbereich bei 6.161 Zählern nachhaltig zu überwinden, gelang dies gestern. Besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten waren dabei hilfreich. Das große, Markt-Thema wird heute der Euro-Gipfel sein, wenngleich die Erwartungen an konkrete Beschlüsse bereits im Vorfeld gedämpft wurden. Bundeskanzlerin Merkel fährt weiterhin eine harte Linie und ist damit einmal mehr auf Konfrontationskurs, insbesondere bei einer stärkeren gemeinschaftlichen Schuldenhaftung, zu den anderen EU-Spitzen.

Charttechnik: Das kurzfristige Chartbild des Dax hat sich gestern, nachdem die Widerstandszone im Bereich von 6.160 Zählern überwunden werden konnte, etwas aufgehellt. Bemerkenswert ist zudem, dass die Widerstände bei 6.177, 6.192 und 6.208 Zählern herausgenommen wurden. Einschränkend muss erwähnt werden, dass die Bewegungsintensität (gemessen am ADX) nicht spürbar zugenommen hat, so dass das weitere Aufwärtspotenzial relativ beschränkt sein sollte. Die ersten Widerstände finden sich bei 6.248 und 6.280 Zählern. Darüber hinaus lässt sich eine relevante Marke bei 6.344 Punkten definieren. Auf der Unterseite wirken die gestern überwundenen Widerstände nun als Unterstützung.

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