Krankenhausreform – So nicht
Hunderte hessische Klinikmitarbeiter demonstrieren heute in Berlin gegen das Krankenhausstrukturgesetz / Mit dessen Umsetzung drohen den Kliniken finanzielle Kürzungen, dem Personal weitere Arbeitsverdichtung und Patienten längere Wege und Wartezeiten
„Krankenhausreform – So nicht“ – unter diesem Motto demonstrieren heute mehrere hundert Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter hessischer Krankenhäuser gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kol-legen aus den anderen Bundesländern vor dem Brandburger Tor in Berlin. Pa-rallel zu dieser Großveranstaltung finden in den Kliniken „Aktive Mittagspau-sen“ statt. Zu diesen Aktionen aufgerufen haben die Krankenhausverbände. Sie protestieren damit gegen einen Großteil der Regelungen, die ein neues Kran-kenhausstrukturgesetz (KHSG) vorsieht.
„Diese Krankenhausreform darf nicht zu Lasten der Kliniken umgesetzt wer-den. Schon heute schreiben rund 40 Prozent der Krankenhäuser rote Zahlen“, sagt Rainer Greunke, Geschäftsführender Direktor der Hessischen Kranken-hausgesellschaft (HKG). Er unterstreicht damit die Notwendigkeit ausreichen-der Finanzierung. Denn auch mit dem neuen Krankenhausstrukturgesetz wür-den die eigentlichen Probleme der Kliniken nicht gelöst. Dazu zählen Perso-nalkostensteigerungen, Sanierungsstau aufgrund fehlender Investitionsmittel der Länder sowie weiter steigender Behandlungsbedarf, insbesondere in den Notfallambulanzen der Kliniken. „Das Ziel der Krankenhausreform, mehr Qualität zu erreichen, wird unsererseits fraglos unterstützt, allerdings kostet höhere Qualität mehr Geld. Stattdessen drohen den Krankenhäusern massive finanzielle Kürzungen. Diese Rechnung kann nicht aufgehen.“
Krankenhäuser bilden die Säulen der Gesundheitsversorgung im Land. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den deutschen Kliniken sind rund um die Uhr und rund ums Jahr für die Patientenschaft da, nicht nur für die stationäre
Behandlung, sondern auch im Rahmen der sektorenübergreifenden Zusam-menarbeit. Sie sind sichere Arbeitgeber, insbesondere in ländlichen Regionen, sowie Aus- und Weiterbildungsstätten für Ärzte, Pflegekräfte und sonstige Gesundheitsberufe.
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