FX Daily
Italien: Regierungschef Letta gewinnt Vertrauensabstimmung mit großer Mehrheit; heute Antrittsbesuch bei Bundeskanzlerin Merkel / Japan: Industrieproduktion März +0,2 % VM, -7,3 % VJ,etwas schwächer als erwartet
Die Marktteilnehmer sehen sich kurz vor dem Maifeiertag einem gut gefüllten Datenkalender gegenüber. Vor allem deutsche Veröffentlichungen, die Hinweise auf den privaten Konsum geben, stehen zunächst im Fokus. Während der Einzelhandelsumsatz im März witterungsbedingt eher schwach ausfallen dürfte, sollte sich die Stimmung unter den Verbrauchern im April aufgehellt haben. Sinkende Benzinpreise und ein robuster Arbeitsmarkt sprechen dafür. Dass der Arbeitsmarkt in Deutschland im laufenden Monat eine solide Entwicklung hatte, dürften die Arbeitsmarktzahlen am Vormittag zeigen. Überraschungspotenzial machen wir aber nicht aus. In der Peripherie der Eurozone richtet sich der Blick auf das BIP-Wachstum in Spanien. Die Bank von Spanien ließ verlautbaren, dass sie mit einer Schrumpfung der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten um 0,5 % gegenüber dem Vorquartal rechnet. Es wäre das siebte Quartal ohne Wachstum in Folge und daher würden sich unseres Erachtens die Erwartungen einer Zinssenkung der Europäischen Zentralbank nicht abschwächen. Zudem steht die Veröffentlichung der vorläufigen EWU-Inflationsrate des Monats April im Kalender. Auch die Inflation steht der EZB bezüglich einer Zinssenkung nicht im Weg. So hat sich die spanische Teuerungsrate (EU-harmonisiert) um über einen Prozentpunkt auf 1,5 % gg. VJ reduziert und auch der deutsche Wert ist im April stark gesunken (harmonisiert: 1,1 % gg. VJ nach 1,8 %). Für die Schnellschätzung der EWU-Inflation hat sich somit Überraschungspotenzial aufgebaut. Die Konsensschätzung eines Plus von 1,6 % gg. VJ dürfte klar unterschritten werden. Hohe Arbeitslosigkeit, schwache Lohnentwicklung sowie moderate Rohstoffpreisentwicklungen sprechen auch mittelfristig nicht für Inflationsdruck in Europa. Eher könnte die EZB einem zu niedrigen Inflationsumfeld ausgesetzt sein. In den USA liefert der Chicago-PMI einen wichtigen Hinweis auf den am 1. Mai anstehenden ISM-Index. Die Vorgaben der regionalen Fed-Umfragen im Verarbeitenden Gewerbe fielen hierfür überwiegend schwach aus.
EUR-USD: Der Euro startete gut unterstützt in die Woche, wobei die anhaltende Einengungstendenz bei Peripheriespreads vor dem Hintergrund der erfolgreichen Regierungsbildung in Italien hilfreich war. Etwaige Zinssenkungserwartungen bezüglich der EZB scheinen aktuell nicht mehr zu belasten. Derweil hellt sich das technische Bild auf. Grünes Licht kann bislang aber nicht gegeben werden, denn noch sind die Hürden 1,3158 und 1,3204 nicht genommen worden. Trading-Range: 1,2990 – 1,3160.
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