FX Daily
Italienische Regierung vereidigt: Große Koalition aus Ministerpräsident Lettas Demokratischer Partei PD, der Mitte-Rechts-Partei PdL und der Zentrumspartei / Neue Sparmaßnahmen: Griechenland entlässt 15.000 Staatsbedienstete
In der ersten Wochenhälfte stehen zunächst Preisentwicklungen (heute Spanien und Deutschland) und weitere Stimmungsindikatoren wie das Economic Sentiment der Eurozone oder das Wirtschaftsvertrauen in Italien zur Veröffentlichung an. Angesichts der bisherigen Umfrageergebnisse ist nicht mit verbesserten Stimmungswerten zu rechnen, während die Inflation sich weiter auf dem Rückzug befindet. Insofern dürfte sich die Erwartung einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank im Markt halten. Der EZB-Rat entscheidet am Donnerstag und eine Reduktion des Leitzinses auf 0,5 % sollte nicht ausgeschlossen werden, da sich auch viele EZB-Vertreter zu der Möglichkeit niedrigerer Leitzinsen geäußert haben. Eine parallele Absenkung des Einlagensatzes von aktuell 0,0 % auf -0,25 % halten wir dagegen nicht für wahrscheinlich. Wegen des Maifeiertages werden auch die europäischen PMIs am Donnerstag veröffentlicht. An dem durchwachsenen Bild, das mit den Vorabschätzungen zum Vorschein kam, wird sich mit den italienischen und spanischen Werten nichts ändern.
In den USA gibt es am 1. Mai drei wichtige Ereignisse zu beachten: Die Veröffentlichung des ISMIndexes des Verarbeitenden Gewerbes und die FOMC-Sitzung. Zudem liefert der ADP-Report Hinweise auf die Beschäftigungsentwicklung. Die Vorgaben für den Einkaufsmanagerindex sind überwiegend schwach. So sanken die regionalen Industrieumfragewerte und per saldo sollte ein rückläufiger ISM-Index nicht überraschen. Bezüglich der Offenmarktsitzung der US-Notenbank ist insbesondere von Interesse, ob es Hinweise auf eine baldige Änderung der Anleihekäufe der Fed gibt. Angesichts der in den USA zuletzt wenig überzeugenden Konjunkturdaten halten wir dies aber nicht für wahrscheinlich. Vielmehr dürfte die Fed nochmals versichern, den monetären Stimulus bis auf weiteres beibehalten zu wollen. Den Wochenabschluss bilden die im Hinblick auf die zukünftige US-Geldpolitik äußerst relevanten US-Arbeitsmarktzahlen für den Monat April und der ISM-Servicesektorindex. Die auf niedrigem Niveau verharrenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deuten auf einen anhalten Stellenaufbau hin und gegenüber dem März dürfte sich dieser beschleunigt haben. Die Arbeitslosenquote sollte stabil bei 7,6 % liegen. Die Signale für den Serviceindex des ISMs sind dagegen verhalten. Enttäuschungspotenzial scheint vorhanden zu sein.
EUR-USD: Zum Wochenschluss pendelte der Euro an der Marke von 1,30. Fundamentale Impulse dürfte es heute nicht geben und so richtet sich der Blick auf die technische Verfassung. Diese ist unverändert schwierig, denn im Tageschart ist der MACD dabei, ein Verkaufssignal zu generieren. Unterstützungen finden sich bei 1,2953, 1,2924 und 1,2900. Trading-Range: 1,2953 – 1,3100.
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