FX Daily
Bank von Japan hält an expansiver Geldpolitik fest - keine neuen Maßnahmen angekündigt - Yen legt zu
Mit der Veröffentlichung der ersten Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals 2013 steht in den USA das Datenhighlight der Woche an. Nachdem im Schlussquartal 2012 nur ein mageres Wachstum von annualisiert 0,4 % zu Buche stand, richten sich die Hoffnungen für das abgelaufene Quartal vor allem auf den Konsum. Dieser ist mit einem Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage von über 70 % die wichtigste Wachstumskomponente. Der erwartete Anstieg des privaten Konsums wird so vermutlich für 2 %-Punkte Wachstum sorgen. Hinzu kommt vermutlich eine Erholung des Lagerbestandes. Im vierten Quartal hatte die Lagerbestandsveränderung rund 1,5 %-Punkte Wachstum gekostet. Zwar ist nicht zu erwarten, dass der gesamte Betrag schon zu Beginn des Jahres wieder aufgeholt wird, einen deutlich positiven Wachstumsbeitrag erwarten wir dennoch. Ebenfalls zum Wachstum beitragen sollte der Wohnungsbau, während der Außenbeitrag tendenziell belasten dürfte. Wenige Impulse sind – nach den enttäuschenden Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter – vonseiten der Ausrüstungsinvestitionen zu erwarten. Bleibt als wichtige Komponente der Gesamtnachfrage noch der staatliche Verbrauch. Interessanterweise hat dieser in Q4/2012 bereits das Wachstum sehr deutlich um 1,4 %-Punkte belastet, sodass die Chance auf einen neutralen Einfluss besteht. Per saldo ist mit einer erheblichen Wachstumsbeschleunigung zu rechnen, bei der die Konsensschätzung von annualisiert 3,0 % sogar leicht überschritten werden könnte. Mithin wird die vorhandene konjunkturelle Skepsis wohl nicht verstärkt. Angesichts der zuletzt unbefriedigenden Stimmungsindikatoren und vor dem Hintergrund der staatlichen Ausgabenkürzungen, die den Ausblick für das laufende Quartal dämpfen, dürften Erwartungen einer baldigen Reduzierung der Fed-Anleihekäufe aber ebenso wenig verstärkt werden.
In der Eurozone steht weiterhin die Europäische Zentralbank im Mittelpunkt der Spekulationen und dies dürfte bis Donnerstag der nächsten Woche so bleiben. Zinssenkungserwartungen sind vorhanden und werden unseres Erachtens auch nicht durch die Frage nach dem Nutzen (Asmussen-Äußerungen) verdrängt. Die heutigen Geldmengen- und Kreditwachstumszahlen werden die Zinssenkungserwartungen ebenfalls nicht dämpfen. Signale für eine beschleunigte Kreditvergabe in der Peripherie gibt es bislang jedenfalls nicht.
EUR-USD: Der Euro konnte sich stabilisieren, womit der nachhaltige Ausbruch aus der Seitwärtsrange nach unten ausgeblieben ist. Die technische Verfassung bleibt aber weiterhin schwierig, obwohl der DMI bislang kein Verkaufssignal geliefert hat. Eine positive Überraschung beim US-BIP-Wachstum dürfte den US-Dollar aber tendenziell stützen, weshalb EUR-USD-Potenzial nach oben zusätzlich begrenzt bleibt. Trading-Range: 1,2953 – 1,3100.
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